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Gespenstersuppe ohne Schrecken (Suppe 18)

Freitag, 21. Oktober 2016 10:38

Liebe Andrea,

auch wenn – oder gerade weil – der Kürbis vor allem rund um Halloween vermehrt in unser Leben tritt, hat er für mich als Schreckgespenst doch deutlich an kulinarischem Schrecken verloren. Vor allem der Kollege Hokkaido hat seinen großen Teil dazu beigetragen, dass auch Kürbis hin und wieder auf unserem Esstisch landet. An einen großartiger Klassiker in neuer Interpretation habe ich mich dieser Tage gewagt. Denn die frisch zubereitete

Kürbis-Curry-Suppe

enthielt noch einen überraschende Zutat, nämlich Äpfel. Die Zubereitung der Suppe ist einfach und recht überschaubar: 1 Zwiebel habe ich geschält, gewürfelt und in Olivenöl angeschwitzt. Dazu gab ich 2 Äpfel (Marke Boskop, geschält, entkernt und klein gewürfelt) sowie 1 Hokkaido-Kürbis mit 1 kg Grundgewicht. Den Kürbis habe ich halbiert , entkernt und in in Spalten geschnitten. Für zusätzliche Würze sorgten 20 g frischer Ingwer, den ich in kleinen Stücken mit dazugab.



Das alles löschte ich mit 1 l Gemüsebrühe ab und gab noch 1 EL Currypulver dazu. Nachdem die Flüssigkeit einmal aufgekocht war, liess ich den Kürbis-Eintopf bei mittlerer Hitze 30 Minuten vor sich hinköcheln. Zu guter Letzt habe ich mit dem Pürierstab alles homogenisiert und fertig war ein prima Süppchen, das nicht besser zum iggeligen Herbstwetter dort draußen hätte passen können.
Die Suppe auf dem Teller würzten wir noch mit Kürbiskernöl und dann hatte jeder seine Freude daran, auch noch seinen zweiten Teller genüsslich auszulöffeln.

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Big Hendl in Japan

Mittwoch, 3. Februar 2016 9:42

Liebe Andrea,

asiatische Wochen in der Monologen Küche! Eigentlich als Hauptgang zu meinen kürzlich vorgestellten vietnamesischen Frühlingsrollen gedacht, musste sich das

Japanische Backhähnchen

noch ein paar Tage gedulden. Dafür jedoch gebührte ihm am Kochtag dann die volle Aufmerksamkeit, ebenfalls am Tisch. Frittiert wird ja in der asiatischen und besonders in der japanischen Küche äußerst gerne, man denke nur an das ganze Tempura-Zeugs. Und so waberte auch diesmal wieder der Duft einer asiatischen Imbissbude durch unsere Wohnung.

Zuerst einmal habe ich 2 Hühnerbrust-Filets ohne Haut in Würfel bzw. ca. 2-3 cm große Stücke geschnitten und mariniert. Für die Marinade habe ich 2 EL Sojasauce, 1 EL Reisessig und 1 TL frisch geriebenen Ingwer verrührt, mit den Hühnerbruststücken vermischt und für knapp 30 Minuten kühl und abgedeckt ziehen lassen. Zum Reiben des Ingwers bewährte sich eine Coarse Grater Reibe von Microplane geradezu perfekt.

In der Zwischenzeit schlug ich 2 Eiweiß schaumig und rührte mit dem Schneebesen 2 EL Maisstärke, 1/4 TL Salz sowie 1 EL Ingwer, frisch gehackt, darunter.
Nachdem in einem breiten Topf Sonnenblumenöl auf Frittenöl-Temperatur aufgeheizt war, wendete ich die marinierten Hühnerstücke zuerst in einem Teller mit Maisstärke, tauchte sie in den Teig und gab sie in portionsweise ins heiße Öl. Man könnte das Gericht auch Ballonhähnchen nennen, so herrlich schön geht die das Hähnchen umschließende Kruste auf und wird lecker-knackig. Nach knapp 4-5 Minuten sind die Hühnerballons fertiggegart.



Zu guter Letzt frittierte ich noch ein paar Paprikarauten, für die ich je 1/2 rote, grüne und gelbe Paprika entsprechend in Form geschnitten hatte; die Rauten sind nach knapp 30 Sekunden gar.
Zum japanischen Backhendl gab’s den bewährten Ofenreis sowie Sojasauce. Das Hühnchenfleisch bleibt unter der knusprigen Panade herrlich saftig und schmeckt dank der Marinade dermassen gut, dass man vor lauter Freude geradezu Schlitzaugen bekommt.

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Tonangebendes Huhn

Donnerstag, 3. Dezember 2015 21:33

Lieber Christoph,

zuweilen lünkern wir ja gerne mal in die schönen Blogs aus unserer Blogroll, und so war dir diesmal ein Artikel von Claudio aufgefallen, den du dringend analog nachkochen wolltest. Daher gab es

Huhn aus irgendwo in Nordafrika

Bevor es losgehen konnte, habe ich dem eigens zu diesem Zweck von meiner lieben Schwester ausgeliehenen Römertopf ein Bad in meiner Wanne gegönnt, auf dass er im Ofen nicht zerplatze.

Die Vorbereitung der Zutaten war höchst einfach: Ca. 1 Kilo kleine Kartöffelchen mit Schale habe ich gewaschen und dann geviertelt. 5 mittelgroße Karotten habe ich geschält und dann in dickere Scheiben geschnitten. 2 große Schalotten habe ich ebenfalls geschält und geviertelt und dann noch 3 Knoblauchknollen (die ohne einzelne Zehen) geschält.

Das alles gab ich auf den Boden des Römertopfes. Dazu noch eine Handvoll schwarzer Oliven.

Sodann habe ich 12 Hähnchenunterkeulen in einer Mischung aus etwas Butterschmalz und Olivenöl angebraten, so dass sie ein bisschen Farbe annehmen konnten. Den entstandenen Bratensatz löschte ich mit 150 ml Weißwein und 1 l Gemüsebrühe ab.

Dann ging’s ans Würzen. In den Sud gab ich: 1 EL Paprika (rosenscharf), je 1 gestr. TL Kreuzkümmel und Kurkuma, 1 daumengroßes Stück Ingwer und 2 Lorbeerblätter. Damit wir alle nicht an der Schärfe versterben, habe ich entgegen Claudios Rezept nur 1/4 TL Harissa dazugegeben. 1/4 Bund glatte Petersilie kam ebenfalls noch dazu.

Die Keulen, die natürlich mit Salz und Pfeffer gewürzt wurden, habe ich dann auf die Gemüsemischung drapiert und zuletzt die Sauce darübergegeben.



Dann kam der Teil, den ich am meisten mag: Essen im vorgeheizten Ofen einfach vergessen, in diesem Fall für gute drei Stunden (zwei davon bei 180 °C, die letzte bei 100 °C).

Als mir während der Wartezeit ein wenig langweilig wurde, habe ich noch Couscous zubereitet. Dafür habe ich 1,5 Tassen Couscous mit 3 Tassen kochendem Wasser übergossen und quellen lassen. Dann habe 1/2 Gurke geschält, entkernt und gewürftelt, mit 1/2 Paprikaschote (rot) das selbe gemacht, ein weiteres 1/4 Bund glatte Petersilie gehackt und alles mit einem Dressing aus 5 EL Olivenöl, 2 EL Tomatenmark und 1 EL Zitronensaft vermischt und zum Ziehenlassen in den Kühlschrank gestellt.

Als die drei Stunden endlich vorbei waren, waren nicht nur unsere Teller zum Bersten gefüllt, sondern auch unsere Mägen. Danke, lieber Claudio.

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Marokkanischer Riad im Elsässer Fachwerkhaus

Donnerstag, 3. Dezember 2015 21:31

Liebe Andrea,

der Blick in andere Kochtöpfe bzw. Kochblogs bringt doch immer wieder überraschend schöne Dinge zutage. So war es letztens ein Beitrag von Claudio del Principe auf dem Blog Anonyme Köche, der meine Vorstellungskraft nachhaltig aktivierte und mich dazu animierte, dich für eine Küchen-Analogie des dort vorgestellten

Hühnereintopf, marokkanische Art

zu gewinnen. Der Original-Post von Claudio und dessen wunderbare Beschreibung dazu ist hier zu finden. Aber zurück zu unserem analogen Nachbau, Teil Christoph.

In der hintersten Ecke meines Kellers schlummerte ein bereits mehrfach mit umgezoger, doch bislang nie genutzter Tontopf. Ursprünglich hatte ich den einmal bei einem Elsass-Besuch für den heimischen Nachbau eines Baeckeoeffe erstanden, das Original-Rezept lag auch noch im Topf. Aber nun musste der Topf bei seiner Premiere für ein Gericht aus einem ganz anderen Kulturkreis herhalten (ein bisschen erinnerte mich das an ein schon einige Jahre zurückliegendes Länderspiel der Tschechischen Republik gegen die Türkei, bei dem die übersetzen Texte der Nationalhymnen eingeblendet wurden; wer mag kann sich DAS mal ergooglen!).

Zuerst einmal musste jedoch mein konventioneller Bräter ran, denn die Hähnerunterschenkel sollten rundherum bei sanfter Hitze angebraten werden. Hähnerunterschenkel! Das Schweizer Küchenlatein von Claudio hält mit Pouletkeulen eine akustisch weitaus aromatischere Bezeichnung parat. Nun denn.

Während des Rundherumanbratens schälte ich Karotten, Kartoffeln und 2 Zwiebeln und schnitt diese in grobe Stücke. Das mischte ich, ebenfalls grob geteilt, 3 Selleriestangen. Alles schichtete ich in den Tontopf und verteilte 2 Handvoll schwarze Oliven sowie die ungeschälten Zehen einer Knoblauchknolle sowie 3 Lorbeerblätter darauf. Die mittlerweile gebräunten Hühnerkeulen verteilte ich auf dem Gemüse.

Derweil löschte ich den Bratensatz im Bräter mit 1 Glas Weißwein ab, gab 400 ml Hühnerfond sowie 800 ml Hühnerbrühe dazu und ließ alles einmal aufwallen. Zur Würze gab ich 1 TL Kurkuma, 1 TL rosenscharfen Paprika, 1 TL gemahlenen Kreuzkümmel, 1 Döschen Safranfäden und 1 Stück Ingwer, in kleine Würfel geschnitten, dazu. Die Flüssigkeit goss ich über die Hühnerkeulen in den Tontopf, legte noch 1 Bund Petersilie darüber und schob den Topf mit Deckel in den auf 180° C vorgeheizten Ofen. Dort blieb der Bräter dann für die folgenden zwei Stunden.

Vor Ende der Garzeit bereitete ich einen Topf Bulgur mit Hühnerbrühe vor und deckte den Tisch, auf dem dann der komplette Topf landete, damit alle beim Lüften des Deckels olfaktorisch daran teilhaben dürfen. Es war bombastisch!



Und da ausreichend Bulgur vorhanden war, kam auch die flüssige, hocharomatische Sauce nach Verspeisen der Festbestandteile vollends auf ihre Kosten. Allein den 1 EL Harissa, der im Originalrezept mit in den Topf landet, habe ich aufgrund minderjähriger Mitesser außen vorgelassen und die Tube mit der Würzpaste zum individuellen Nachwürzen mit auf den Tisch gelegt.

Und dann war da noch etwas, was mir spontan fehlte und beim nächsten Mal mit in den Topf wandern wird: Getrocknete Aprikosen, die würden sicher ganz wunderbar mit in dieses großartige Geschmacks-Potpourri passen.

To be continued…

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Rübe, reloaded

Mittwoch, 1. April 2015 22:05

Lieber Christoph,

vor etwas über einem Jahr bekam ich von einer Bekannten, mit der ich mich ein wenig über vegane Ernährung in die Wolle bekommen hatte, ein Rezept für ein Curry, das Steckrüben enthält. Steckrüben? Kann man die heute noch kaufen? Ich kenne sie nur aus Erzählungen der Altvorderen, die in Kriegs- und Nachkriegszeiten vermittels der ungeliebten Knollen überleben mussten und die sagen: Nie wieder Steckrüben!

Um mir eine eigene Meinung zu bilden, kochte ich ein

veganes Curry mit Steckrüben

1/2 Steckrübe habe ich geschält und in Würfel von ca. 1 cm Kantenlänge geschnitten. Ebenso verfuhr ich mit 4 Möhren. Beide Gemüse habe ich in etwas Olivenöl in einer Pfanne mit geschlossenem Deckel erst einmal bei mittlerer Hitze etwas weichdünsten lassen. In der Zwischenzeit habe ich 2 Schalotten und 2 Knoblauchzehen atomisiert, ebenso 1 daumengroßes Stück Ingwer und 2 rote Chilischoten. Als das Rübengemisch etwas weich geworden war, habe ich ein wenig Platz in der Pfanne geschaffen, die Zwiebeln und den Knoblauch angedünstet und schließlich Ingwer und Chili dazugegeben. Schließlich wanderten noch 1 Dose Kichererbsen und 1 in Ringe geschnittene Stange Lauch in die Pfanne. Dann einmal ordentlich aufheizen.

250 ml Gemüsebrühe dienten zum Ablöschen, bevor ich 1 Dose Kokosmilch in die Pfanne gab. Dann ging es ans Würzen: Ordentlich Salz fehlte noch, auch etwas Pfeffer, und für den richtigen Curry-Geschmack gab es eine Menge exotisches Gewürz: 1 gestrichener TL Zimt und je 1 gehäufter TL Kurkuma, Koriander und Kreuzkümmel. Noch ein paar Tropfen Zitronensaft zum Abschmecken und fertig war die Laube.



Lass es mich so sagen: Ich kann schon verstehen, dass nicht besonders viele Menschen Fan von der Steckrübe sind. Im Rohzustand riecht sie wie Kohlrabi und daher lecker, im Curry allerdings machte sie sich mit einer herben bis bitteren Note breit, die ich nicht gerade angenehm fand. Der Rest vom Curry war allerdings richtig gut. Nun, es war einen Versuch wert.

Danke, liebe Anja, es hat nur ein bisschen bis zum Kochen gedauert 🙂

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Wer hat die Kokosnuss … – Suppe (14)

Sonntag, 8. Februar 2015 21:08

Lieber Christoph,

du ahnst es: Es ist wieder einmal nötig, das übliche Brotfrühstück durch eine feines Süppchen zu ersetzen. Daher kochte ich heute

Karotten-Ingwer-Suppe mit frischer Kokosnuss

unser erstes rein veganes Blogrezept.

Zuerst habe ich 4 Schalotten und 2 Knoblauchzehen grob gewürfelt. Die Zwiebeln dünstete ich in einem Topf mit Olivenöl glasig und gab später den Knoblauch dazu.

Ca. 1 Kilo Karotten habe ich geschält und in grobe Würfel geschnitten (Das ist das schöne an diesem Rezept: Man muss sich keine Arbeit machen und alles in symmetrische Stücke schneiden, weil nachher eh püriert wird). Als Kohlehydratlieferant hielten 4 Kartoffeln her.

Karotten und Kartoffeln wanderten in den Topf. Ich goss 1 L Gemüsebrühe an und kochte alles auf. Während das Suppen-Grundgerüst vor sich her blubberte, habe ich – und das war nun wirklich sehr mühselig – 1 Kokosnuss von ihrer harten Schale befreit und das Fruchtfleisch mit einem Sparschäler bearbeitet, um die braune Haut zu entfernen. 2 daumengroße Stücke Ingwer, dieser ebenfalls geschält und das geschnittene Kokosnussfleisch zerschredderte ich im Multihacker und gab alles zu der Suppe.

Bevor ich die Suppe pürierte, gab ich 1 TL Kurkuma, 1/2 TL Kreuzkümmel und 1 TL Koriander dazu. Noch etwas Salz und Pfeffer dazu, fertig.



Noch ein paar geröstete Pinienkerne dazu und fertig war der Hochgenuss. Die frische Kokosnuss ist zwar ein Riesenaufwand und als Ersatz mögen eingeweichte Kokosraspel dienen, aber geschmacklich ist die frische Nuss doch eine ganz andere Hausnummer.

Wer mag (ich nicht), gibt noch ein paar Blättchen frischen Koriander obendrauf. Und wem die breiige Konsistenz nicht gefällt (mir ja), gibt einfach noch ein wenig Gemüsebrühe dazu. Lecker!

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Soulfood in rot

Freitag, 17. Oktober 2014 18:38

Lieber Christoph,

heute Morgen habe ich mein Herz verloren.

Ich wanderte mit meinem Hund durch den Kiez und hatte noch nicht gefrühstückt, so dass mich mein Weg kein bisschen zufällig an einem netten Café vorbeiführte, das es gegen den allgegenwärtigen langweilig-belegte-Brötchen-Krempel mit Butterbroten aufnimmt. Herrlich belegte Bütterken, wie bei Omma, nur noch ein bisschen besser.

Ich entschied mich für ein Eibrot und dann begegneten wir uns zum ersten Mal: Das

Tomatenchutney

und ich. In der Tat war es Liebe auf den ersten Biss und ich nahm mir fest vor, später am Tag selbst eins herzustellen.

Hierfür erstand ich 1 gutes Kilo Tomaten beim Gemüsetürken. Dort kaufte ich auch 1 Boskoop-Apfel und 1 rote Chilischote.

Zuerst habe ich 2 Zwiebeln in feine Würfel gehackt. Diese habe ich langsam in etwas Olivenöl in einer großen Pfanne angeschwitzt. Als die Zwiebeln glasig waren, habe ich 1 gehackte Knoblauchzehe und 1 Stück gehackten Ingwer dazugegeben und das Ganze etwas weiterschmoren lassen, bevor noch eine Handvoll gehackte getrocknete Aprikosen dazukamen. Zum Schluss kam noch die gehackte Chilischote dazu.

Dann habe ich die Tomaten gehäutet, geschält und grob entkernt und sie dann in Würfel geschnitten in die Pfanne gegeben. Mit dem Apfel bin ich genau so verfahren. Deckel drauf und alles ein wenig bei geringer Hitze ziehen lassen, bis die Tomaten und der Apfel weich geworden waren.

Zum Abschmecken habe ich 2 EL Zucker genommen sowie 100 ml Himbeeressig. Noch etwas Salz und Pfeffer dazu und etwas rosenscharfen Paprika, bis der Geschmack die genau richtige Mischung aus süß, sauer, scharf und fruchtig hatte.


Die gut abgeschmeckte Mischung habe ich dann einmal ordentlich aufgekocht und in Gläser gefüllt.

Ich wette, das schmeckt nicht nur auf einem Eibrot sensationell gut, sondern auch zu Fleisch, Grillgemüse oder von mir aus auch einfach so. Mhmmm.

 

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Fünfmal Suppe 200, bitte (Suppe 11)

Donnerstag, 9. Oktober 2014 21:10

Lieber Christoph,

wir sind Pausenbrot-Esser. Ob in der Schule oder auf der Arbeit, eine gut gefüllte Brotdose, gepimpt mit frischem Obst oder Rohkost oder auch mal einem Salat, geht an jedem Tag. Bis der Punkt erreicht ist, an dem mir Brote oder auch mal gekaufte Brötchen an den Ohren rauskommen, egal wie lecker oder phantasievoll belegt sie sind. Wenn es so weit ist, geht bei mir nur noch eins zum späten Frühstück, und das ist Suppe, am liebsten etwas asiatisches.

Da dieser Zeitpunkt erreicht ist,  habe ich heute für die kommende Woche einen Vorrat an

Suppe nach Peking-Art

vorgekocht.

Hierfür habe ich zunächst ein Stück Ingwer geschält und in feine Scheiben geschnitten. Diese gab ich in einem zugebundenen Teesäckchen in ca. 2 l kochendes Salzwasser. Dann ging es – wie in der asiatischen Küche üblich – ans Häckseln diverser Zutaten: Eine Handvoll Champignons habe ich blättrig geschnitten, 3 Möhren geschält und anschließend in Streifen gehobelt, 1 Zwiebel in feine Würfel gehackt und ebenso 2 milde Chilischoten. Ab jetzt sind der Phantasie und dem gemüsigen Inhalt des Kühlschranks kaum Grenzen gesetzt. So hackte ich noch 400 g Pak Choi in feine Streifen. Tomaten oder geschälte Paprika gehen auch noch gut dazu.

Als alles nahezu atomisiert war, habe ich die Champignons in etwas Olivenöl heiß angebraten. Dazu kamen dann später die Zwiebeln, die Möhren und alles, was sonst noch auf den Schneidebrettern kochbereit herumlag. Gewürzt habe ich dann mit etwas Salz, ordentlich süßer Sojaauce, viel Tomatenmark und 3 EL Reisessig (den ich zufällig im Vorrat fand, sonst hätte ich Himbeereessig genommen). Nachdem die Gemüsemischung etwas angegart war, habe ich sie in das vom Ingwer befreite Kochwasser gegeben und bei milder Hitze etwas ziehen lassen. Abschmecken, da fehlte 1 Würfel Kräuterbrühe und noch ein wenig Ketchup, dann war es perfekt.

Bis hierher ist das Rezept vegan. In eine Pekingsuppe gehören aber auch 2 Eier, die – mit etwas Salz verkleppert –  in die köchelnde Suppe gegeben werden, auf dass feine Eierflocken entstehen.

Schließlich rührte ich Stärkemehl mit Wasser an, kochte die Suppe auf und gab so lange Stärkelösung dazu, bis mir die Konsistenz gefiel. Obendrauf kamen noch 4 in Ringe geschnittene Frühlingszwiebeln, die aber nicht mehr mitkochten, damit sie schön knackig bleiben.



Als die Suppe abgekühlt war, habe ich sie portionsweise eingefroren. Vielleicht koche ich mir noch etwas Reis dazu.

Es geht wirklich nichts über eine wärmende Suppe am Vormittag. Da kann man sich wirklich mal auf den Montag freuen.

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Gebt dem Kürbis eine Chance!

Sonntag, 29. September 2013 16:02

Lieber Christoph,

während die Nation deiner „Das perfekte Dinner“-Woche entgegenfiebert, habe ich noch einmal schnell den Kochlöffel geschwungen.

Wie du weißt, kann ich das ein oder andere Gemüse auf den Tod nicht ausstehen. Während Brokkoli und Wirsing hier sicher keine Chance mehr bekommen werden, habe ich es doch noch einmal mit Kürbis versucht. Er begegnete mir bisher nur in Form von Cremesuppe, was ich eher so mittel fand. Eine Freundin schwärmte jedoch von

im Ofen gebackenen Kürbisspalten

also frisch ans Werk und mal gucken, was daraus wird.

Ich erstand also 1 Hokkaidokürbis. Glücklich kann sich schätzen, wer im Besitz einer Machete ist, denn es ist alles andere als einfach, das gute Stück ohne Gemetzel an den eigenen Händen zu zerteilen. Hier tat es zum Glück ein großes und wirklich scharfes Messer, sowie der ein oder andere Tarzanschrei.

Von den Kernen und dem weichen Innenleben befreit, habe ich den gewaschenen Kürbis samt Schale in handliche Spalten geschnitten (oder gehackt, wie man’s nimmt) und auf ein Backblech gelegt. 1 Gemüsezwiebel habe ich in breite Viertelringe geschnitten und dazugegeben. Ein babyfaustgroßes Stück frischer Ingwer, in grobe Würfel geschnitten, wanderte ebenfalls dazu.

Aus 100 ml Olivenöl, 2 EL Currypaste und 1 EL Sojasauce habe ich eine Marinade gerührt und mit behandschuhten Händen über das Gemüse verteilt. Sodann durfte alles im auf 180 °C vorgeheizten Backofen für 25 Minuten garen.



Ich habe noch eine schnelle Erdnusssauce aus 250 ml Gemüsebrühe und 3 EL Erdnussbutter dazu gereicht. Nötig wäre das aber nicht gewesen, denn der Kürbis schmeckte auch so außerordentlich lecker und wird nun durchaus öfter auf unserem Speiseplan stehen. Es lohnt sich halt doch, dem ein oder anderen Gemüse eine zweite (oder dritte, vierte …) Chance zu geben.

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Angrillen. The other way.

Sonntag, 27. März 2011 21:25

Lieber Christoph,

Sonntags morgens um sechs kann man auch an einem der verkehrsreichsten Kölner Plätze den Frühling erahnen. Kaum Autos auf der Straße, die Vöglein singen (Aber wie! Die haben wohl Nachholbedarf …) und die zart-laue Luft trägt ein Versprechen mit sich: Frühling. Zeit zum Angrillen! Wie gut, dass ich schon gestern im Zuge einer kleinen Kochorgie eine feine Hähnchenbrust mariniert habe für

Easy Barbecue nach Jamie Oliver

Für uns drei reichte eine gescheite Hähnchenbrust (doppelt), die in grobe Stücke geschnitten wird. Eine kühle Nacht im Kühlschrank darf sie in einer Marinade verbringen, die süß-scharf daherkommt. In einer Pfanne mit zwei Esslöffeln Olivenöl und zwei Esslöffeln Butter wird eine gehackte Zwiebel weichgedünstet, zusammen mit zwei Stengeln frischem Knoblauch und einem schönen Stück Ingwer, der in feine Würfel geschnitten wird.

Wenn alles ein wenig vor sich hingebrodelt hat, kommen dazu: 1 guter Esslöffel Tomatenmark, 1 Esslöffel Paprikapulver (edelsüß) und feine Würfel von einer grünen Peperoni, ebenso 1 Esslöffel Balsamicoessig, 1 Esslöffel Honig, 100 ml Gemüsebrühe und ein Apfel, geschält, gewürfelt und entkernt. Diese Mischung darf ca. 15 Minuten schmoren, bevor sie püriert über das leicht gesalzene Hähnchenbrustfilet gegeben wird. Alles gut umrühren und über Nacht, mindestens aber über mehrere Stunden zugedeckt im Kühlschrank lagern (praktisch ist es, das marinierte Huhn in einer fest verschließbaren Plastiktüte aufzubewahren, denn darin kann man es ohne große Sauerei immer wieder mal durchwalken).

 



Nach ein paar Stunden oder eben am nächsten Tag bereitet man eine Beilage nach Wahl zu; wir hatten feinen Basmatireis und eine Joghurtsauce mit Zitronensaft. Das Brustfilet kann man nun auf den Grill werfen oder – wenn man, so wie ich, keine Möglichkeit zum Grillen hat – in der Grillpfanne bei großer Hitze und ohne weitere Fettzugabe garen. Einmal kurz die Augen zugemacht, sich den Duft von Holzkohle vorgestellt und schon ist er da, im Kopf und in der Nase: Der Frühling.

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