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Aus Kohl mach Kraut – Da haben wir den Salat (15)

Donnerstag, 18. Oktober 2018 18:19

Liebe Andrea,

unsere deutsche Sprache hat ja das eine oder andere Kuriosum in petto. Und da ist bei der unterschiedlichen Bedeutung von „eine Person umfahren“ (drumherum) oder „eine Person umfahren“ (mitten drüber) noch lange nicht Schluss… Auch beim Kohl gibt es kuriose Deutungswendungen. Weißkohl, einmal in kleine Stücke gehobelt wird da ganz schnell zum Kraut. Kraut hingegeben würde man ohne die Kohl-Vorgeschichte jedoch eher anders, auf jeden Fall wohl grüner vernorden. Und im Süden des Landes wird aus Rotkohl dann auch fix mal Blaukraut. Verlassen wir jedoch diesen Exkurs in die Abundanz und widmen uns wieder den kulinarischen Dingen.
Denn ich habe mir kürzlich einen durchaus veritablen

Krautsalat

produziert, dessen Entstehung allemal festhaltenswert ist. Seit gefühlt mehreren Wochen hatte ich im Browserfenster meines Rechners einen Tab geöffnet, auf dem unsere geschätzte Kollegin Astrid Paul von ihrem Standard-Krautsalat-Rezept berichtete. Nun endlich kann ich den Tab schließen und auch meinen Senf zum Thema Krautsalat geben.

Für eine ordentliche Portion Krautsalat habe ich 1/2 Weißkohl mit dem Hobel auf meiner Küchenreibe kleingeschnitten. Für die Optik und den Geschmack habe ich noch 1 Bund Radieschen hinterhergehobelt.

Gewürzt habe ich alles generös: Mit 2 EL Meersalz und 1 EL Zucker bestreut knetete ich das Kraut so lange in einer Rührschüssel durch, bis sich am Boden der Schüssel deutlich Flüssigkeit absetzte. Die komplette Knetmasse nebst Flüssigkeit füllte ich in einen Gefrierbeutel, den ich – fest verschlossen – zur Sicherheit in einen weiteren, fest verschlossenen Gefrierbeutel steckte. Beutel nebst Inhalt strich ich flach und legte ihn, mit einem dicken Topf beschwert, in den Kühlschrank.



Jetzt sollte man dem Kraut einen halben, bis besser ganzen Tag Zeit zum entwickeln geben. Gesagt, getan. Am Folgetag drückte ich das Kraut aus und entsorgte die Würz-Flüssigkeit. Ich schmeckte mit ein wenig weißem Balsamico-Essig, Rapsöl sowie frisch gemahlenem Pfeffer ab und mischte noch 1 TL Kümmel, grob angemörsert, unter das Kraut. Zur Deko (und zum Geschmack) gab’s noch eine Handvoll frischer Petersilie obendrüber. Ob nun zünftig mit Brezeln und Bier, als Beilage zum Steak oder mit frischem Landbrot und Butter – der Kohl als Krautsalat hat mir auf vielfältige Weise gemundet!

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Noch mehr Biergarten-Genuss für Zuhause

Freitag, 17. August 2018 17:52

Liebe Andrea,

die sommerlichen Temperaturen mögen ihren Teil dazu beitragen. Aber aktuell kochen wir nicht wirklich üppig, die Verweilzeiten in der Küche stehen im deutlichen Gegensatz zu denen im Garten, ob heimisch oder auswärts. Und was dann im Biergarten zum kühlen Getränk auf der Karte steht, erfreut sich derzeit auch bei uns zuhause großer Beliebtheit. Eines dieser Biergarten-Schmankerl ist der

Schweizer Wurstsalat

der sich durch einen überschaubaren Arbeitsaufwand in der Küche prima herstellen und vorbereiten lässt.

Für diesen Wurstsalat habe ich ca. 300 g Fleischwurst kleingeschnitten. Hier hat man die Wahl zwischen Würfeln und Streifen, ich entschied mich für Wurstscheiben, die ich längs in Streifen schnitt. Dazu gab ich 150 g Emmentaler, ebenfalls erst in Scheiben und dann Streifen geschnitten.

Des weiteren gab ich 6 Radieschen, 1 rote Zwiebel und 4 Gewürzgurken, allesamt kleingeschnitten, mit dazu.



Für die Marinade sollte man auf geschmacksintensives Olivenöl verzichten und stattdessen zu einem neutralen Öl greifen. So rührte ich mit 6 EL Rapsöl, 3 EL Rotweinessig und 1 EL Senf eine Vinaigrette an, in der ich sämtliche vorher zurechtgeschnittenen Zutaten vermischte. Jetzt heißt es nur noch einen Moment Geduld haben und alles im Kühlschrank etwas durchziehen lassen.

Zusammen mit Laugenbrezeln, noch so eine Biergarten-Leckerei, haben wir uns den Wurstsalat dann im heimischen Biergarten ordentlich schmecken lassen.

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