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Eine Pfanne Buntes

Freitag, 18. Oktober 2019 14:53

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Liebe Andrea,

Globalisierung, Klimawandel, Massenproduktion – aktuell gibt es mehr als genügend Gründe, den Appetit zu verlieren. Und das durchaus in Bezug auf Fleisch und Gemüse. Da wird gezüchtet, gespritzt, gedüngt und optimiert auf Teufel komm raus.
Von der Tendenz her fühle ich mich da bei biologisch gelabeltem Gemüse derzeit am wohlsten (auch wenn manches Etikett nur Schall und Rauch zu sein scheint); und natürlich darf’s auch weiterhin immer wieder mal ein gutes Stück Fleisch sein!

Aber gerne auch mal ein ganzer Teller voll Gemüse. Dass dies schmeckt und satt macht, hat bei uns dieser Tage einmal mehr eine

Süßsaure Wokpfanne

bewiesen. Das Rezept habe ich aus Jamie Olivers neuesten Werk Veggies entliehen, natürlich leicht abgewandelt und dennoch sehr genossen.

Zuerst habe ich in einer Pfanne ohne Zugabe von Fett 2 EL Sesamsaat golden angeröstet, in eine Schale umgefüllt und die Pfanne mit vorgeschnittenem Gemüse gefüllt: 1 Karotte, 2 rote Zwiebeln, 1 rote Paprika, 1 gelbe Paprika. Nachdem ich die Gemüsestücke knapp 5 Minuten ohne Fett bei ordentlich Hitze etwas angebräunt hatte, gab ich – vorher kleinstgewürfelt – 2 Knoblauchzehen und ein ca. 3 cm großes Stück Ingwer mit 2 EL Olivenöl in die Pfanne und rührte alles 2 weitere Minuten bei mittlerer Hitze durch.

Dann wurde es fruchtig und ich mischte 400 g Dosenpfirsiche in Spalten sowie deren Dosensaft dazu. Einen Tel des Pfirsichsafts hatte ich mit 1 EL Speisestärke, 1 EL Garam Marsala, 1 EL weißem Balsamico und ein paar Spritzern Sojasause verquirlt und gab diese Mischung ebenfalls in die Pfanne.
Es folgten 6 Blätter Chinakohl, die ich in grobe Stücke geteilt hatte, sowie 1 Tasse TK-Erbsen, bevor ich den Deckel auf die Pfanne legte und alles knapp 5 Minuten bei ordentlich Hitze schmoren liess.

Zuletzt schmeckte ich den Pfanneninhalt mit Sojasauce ab und servierte das Pfannengemüse zusammen mit frisch gekochten Reisnudeln, nachdem ich alles mit den gerösteten Sesamsamen bestreut hatte. Wo das Fleisch war? Hat keiner vermisst!

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Tarte aux Pêches

Samstag, 4. September 2010 8:02

Lieber Christoph,

wie gesagt, neben der Quiche habe ich noch schnell einen Kuchen für meine Mama gebacken. Kurzer Check, was noch im Haus ist und so wurde es eine Pfirsichtorte, angelehnt an Tarte Tatin.

Der Boden war allerdings kein klassischer Mürbeteig, sondern ein Rührteig mit Honig. Hierfür habe ich 2 Eier mit 200 g flüssigem Honig aufgeschlagen und dazu 150 g Butter und 200 g Mehl gegeben. Gerade erst sehe ich, dass auch noch 2 TL Backpulver in den Teig gemusst hätten, hoppla… Egal, es ging auch gut ohne.

Ein paar Esslöffel Honig habe ich in einem Topf erwärmt, bis er leicht karamellisiert war, und dann auf den Boden der Pieform gestrichen. Darauf habe ich zwei große Pfirsiche, in dünne Scheiben geschnitten, kreisförmig verteilt. Zuletzt wurde der Teig auf den Pfirsichen verstrichen und das ganze kam für gut 50 Minuten bei 180° in den Ofen. Und so legte sich über den Duft der Quiche das Aroma von warmem Honig, mhmmm, lecker!

Der Kuchen wird „falschrum“ gebacken, also mit dem Teig nach oben. Nach dem Backen muss man ihn auf eine Kuchenplatte stürzen. Als der Kuchen abgekühlt war, stellte sich daher die Frage: wie soll das Ding heil aus der Form kommen? Der Honig am Boden war kalt und klebrig geworden und daher löste sich von alleine genau gar nichts, auch nicht mit heftigem Klopfen auf den Formboden. Also habe ich einen großen Topf Wasser aufgekocht und den heißen Topf dann auf den Boden der Form gestellt. Wenige Minuten und ein unanständiges Geräusch später lag der wunderschöne Kuchen auf der Tortenplatte.

Probiert habe ich ihn nicht und warte noch gespannt auf das Urteil der Frau Mutter.

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