Backs Bunny

Mittwoch, 17. August 2016 10:09

Liebe Andrea,

zum Hamburger-Genuss gehören neben einer qualitativ ansprechenden Bulette und schmackhaften Saucen auch das passende Brötchen. Fertigware gibt es mittlerweile flächendeckend in Supermärkten zu kaufen; aber gerade beim Selberburgern will man sich ja bewusst aus der industriellen Fertigungskette ausklinken. Beschicker von Food-Trucks leben es vor, dass es auch in unseren Breiten die Möglichkeiten gibt, Burgerbuns selber herzustellen. Und in seiner Ode an das Fingerfood, dem grossartigen Buch „Auf die Hand“ stellt Stevan Paul seinen Wunderteig vor, der auch als Vor- und Grundlage für

Das perfekte Hamburger-Brötchen

dient. Eins vorneweg: Gut Ding will Weile haben. Für den schnellen Genuss sollte man vorgearbeitet und Brötchen aus dem Tiefkühler griffbereit haben. Denn dem spontanen Bürgergenuss mit selbstgebackenen Buns steht ein wenig Vorbereitung gegenüber.

Zuerst habe ich mit 450 g Mehl (Typ 405) mit 50 g Maisgrieß vermischt. 1/2 Würfel Hefe löste ich mit 40 g Zucker in einer Mischung aus 150 ml lauwarmem Wasser und 50 ml lauwarmer Milch auf. Mit der Flüssigkeit rührte ich in einer Mulde der Mehl-Maisgreis-Mischung einen Vorteig an, bedeckte diesen mit Mehl und liess alles zugedeckt im auf 50° C vorgewärmten Ofen bei halb geöffneter Ofentür gehen.

Nach 30 Minuten Vorteigerei gab ich 2 Eier (zimmerwarm), 80 g Butter (weich) und 5 g Salz zum Teig und knetete alles mit dem Knethaken des elektrischen Handrührers zu einer homogenen Masse, die ich – mit ordentlich bemehlten Händen – zu einer Kugel formte. Diese Teigkugel liess ich im warmen Ofen weitere 30 Minuten gehen.

Die gegangene Kugel liess ich auf die bemehlte Arbeitsfläche gleiten und teilte sie mit einem bemehlten Messer in gleichgroße Stücke. Diese Teigstücke formte ich zu Kugeln und bearbeitete diese folgendermassen weiter: Ich hielt die Teigkugel mit beiden Händen und drehte den Teig mit den Fingern unten in die Mitte zu einer Straffen Kugel hinein. Zum Abschluss strich ich die Unterseite der zukünftigen Brötchen glatt, setze diese auf ein Backblech und liess die Teiglinge abermals 30 Minuten abgedeckt dem Ofen gehen.

Jetzt endlich kam das Finale: Die im Volumen deutlich zugenommenen Brötchen bestrich ich mit einer Mischung aus 1 Eigelb und 1 EL Sahne und streute Sesamkörner darüber. Nun ging es in den mittlerweile auf 200° C vorgeheizten Ofen. Nach 20 Minuten Backzeit waren die Buns fertig, ich liess sie auf einem Kuchengitter auskühlen.



Der Lohn all der Mühe: Beim späteren Burger-Essen schmeckte man schon einen Unterscheid zur industriell gefertigten Massenware! Die Buns waren innen fluffig und dennoch angenehm reißfest (was ja bei der Zugabe von Saucen und tropfenden Patties durchaus immer zu einer Brötchenmatscherei führen kann). Zudem aß ein gewisser Stolz sowie die Gewissheit mit, seinen Burger gänzlich ohne Chemie sowie künstliche Backtreibmittel, Stabilisatoren und dergleichen genießen zu können.

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Datum: Mittwoch, 17. August 2016 10:09
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