Ostwärts, ostwärts… (Suppe (5))

Mittwoch, 5. Januar 2011 19:00

Lieber Christoph,

das neue Jahr kann nur gut werden, denn ich bin zurück am Herd. Den ganzen Dezember über gab es hier wegen dauerkranker Köchin nahezu nichts Gescheites zu essen und ich war der Depression nahe. Aber seit ein paar Tagen geht es wieder und die Lust aufs Kochen kehrt zurück, endlich!

Heute gibt es etwas besonders leckeres, nämlich einen

Indischen Linseneintopf

denn Linsen sind mir die Liebsten unter den Hülsenfrüchten.

Dafür habe ich zwei kleine Schalotten und zwei Knoblauchzehen sowie ein Stück frischen Ingwer atomisiert. Zuerst werden die Zwiebeln in wenig Olivenöl auf kleiner Flamme glasig gedünstet, später kommen Knoblauch und Ingwer dazu. Ein EL Currypaste (hier: Garam Masala, das seit Jahrhunderten in meinem Kühlschrank steht; ich glaube, das Zeug wird einfach nie schlecht) darf mitschwitzen und dann kommt Gemüse dazu.

Eine halbe Fenchelknolle, eine kleine gelbe Paprika (diese sorgfältig geschält, weil wir uns sonst bis zum nächsten Morgen unterhalten…), eine Stange Staudensellerie und drei Karotten, alles feinst gewürfelt, werden kurz mitgedünstet. 200 g Berglinsen – diese unter kaltem Wasser gut abgewaschen, – nehmen ein Bad in der Menge und alles wird zusammen mit gut einem Liter Gemüsebrühe einmal ordentlich aufgekocht. Dann auf kleiner Flamme blubbern lassen. Für ein wenig Farbe kann man noch 2 EL Tomatenmark einrühren (oder bis zum Sommer warten und feine frische Tomaten mitkochen).



Nach 30 Minuten haben die Linsen noch etwas Biss. Wer das nicht mag, gibt dem Eintopf weitere 10 Minuten. Und wem das ganze zu dickflüssig ist, der gibt einfach noch 300 bis 500 ml Gemüsebrühe dazu, ganz nach Gusto.

Heraus kommt dann ein feines Gericht, das nicht zu scharf und keineswegs langweilig ist und das den Bauch bei den weiterhin arktischen Temperaturen herrlich wärmt.

Hast Du schon einmal Currypaste selber gemacht?

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Datum: Mittwoch, 5. Januar 2011 19:00
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5 Kommentare

  1. 1

    Freut mich, dass deine Lust am Kochen zurück ist. Ich bin kürzlich umgezogen und ärgere mich mit dem alten dort vorgefundenen Herd rum, der mich glaub ich auch bald in eine kochbedingte Depression stürzen wird. Aber vielleicht vertragen wir uns ja beim Nachkochen dieser Linsensuppe. Ich hab sie bisher nur klassisch nach Oma zubereitet. Da wirds mal Zeit für was neues 🙂

  2. 2

    Etwas schlimmeres als einen schlechten Herd kann es ja fast nicht geben! Mein Mitgefühl ist Dir sicher 😉

  3. 3

    Currypaste habe ich bislang nur selber… gekauft. 😉
    Der recht arbeitsintensiven Herstellung in einem großen Granitmörser durfte ich einmal bei einem Asia-Kochkurs beiwohnen – und finde, dass das, was an Fertigmischungen angeboten wird, mindestens ebenso gut schmeckt.

  4. 4

    (und natürlich, Jim, auch an dieser Stelle mein Mitgefühl für die nicht nach Wunsch funktionierende Feuerstelle im neuen Heim)

  5. Kerstin Meeresschutz
    Freitag, 7. Januar 2011 22:10
    5

    och, bei dem Titel dachte ich nun, es gäbe Soljanka… aber Linsensuppe ist auch was Feines…. Liebgrüß und Danke

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