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Das Ragout der Lämmer – Pasta, meine Pasta (34)

Sonntag, 12. März 2017 11:01

Liebe Andrea,

diese Woche stand mal wieder ein Pastagericht aus der Rubrik Ohmeingottwieleckeristdasdenn auf unserem Esstisch. Bei überschaubarem Zeitaufwand und Materialeinsatz ein Grund mehr, die Einzelheiten von

Makkeroni mit Lammragout

an dieser Stelle in einem Küchenmonolog festzuhalten. Frisch durchgedrehte 300 g Lammhack gab ich in eine Pfanne, in der ich bereits ca. 3 EL Olivenöl ordentlich aufgeheizt hatte. Das Hack liess ich Farbe nehmen und krümelig werden, dann gab ich 1 rote Zwiebel und 3 Knoblauchzehen, beides fein gewürfelt, sowie die kleingeschnittenen Nadeln von 2 Rosmarinstängeln dazu. Bei reduzierterer Hitze schwitze ich den Pfanneninhalt für weitere 5 Minuten an, dann kam die Tomatenfraktion dazu: 3 EL Tomatenmark, das ich kurz in der Pfanne verrührte, sowie 400 stückige Dosentomaten.

Mit 2 TL Zucker sowie einer generösen Prise Meersalz würzte ich die Sauce, die sich nun bei kleinster Hitze weiterentwickeln durfte, und setzte das Wasser für die Nudeln auf. Das kochende Wasser salzte ich ordentlich und gab die Pasta hinein. Von dem wallenden Nudelwasser schöpfte ich nach und nach zwei Kellen zum Sugo rüber, damit dies nicht zu trocken wurde.



Zwei Minuten vor dem empfohlenen Garzeitende schüttete ich die Makkaroni ab und vermengte diese mit dem Sugo in der Pfanne. Zwischenzeitlich hatte ich für die, dies’s dazu mögen, frischen Parmesan gerieben, verteilte die Pasta auf Tellern und würzte die Portionen von denen, die es mögen, frisch mit Pfeffer. Der Rest war pures Glücksgefühl, begleitet von einem leckeren roten Landwein.

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Ein Rezept gegen die Kälte

Donnerstag, 9. Februar 2017 12:55

Liebe Andrea,

hierzulande herrscht mal wieder richtig Winter. Das ist schön. Zumindest solange, wie man durchgefroren nach Hause kommt und durch eine wärmende Mahlzeit schnell wieder normale Betriebstemperatur erreicht. Einen wahrlich warmen Empfang bereitete ich dieser Tage mit relativ überschaubarem Zeitaufwand zu. Der Ergebnis, das sich durch den

Linseneintopf mit Salsiccia

jedoch in Form von Glücksgefühl und Körperwärme verzeichnen liess, war mehr als wohltuend. Wie bei nahezu jedem guten Eintopf musste auch ich erst einmal etwas schnippeln: 2 Zwiebeln, 2 Selleriestangen, 2 Knoblauchzehen und 3 Karotten putze bzw. schälte ich und zerkleinerte alles in kleine Würfel.

In einem großen Topf schwitzte ich das kleingeschnittene Gemüse in reichlich Olivenöl sanft an. In einem Sieb spülte ich 300 g Linsen mit Wasser ab und gab diese – gut abgetropft – zum Gemüse. Das Ganze löschte ich mit 300 ml Rotwein ab und liess diesen um etwa die Hälfte einkochen. Danach gab ich 800 g Dosentomaten dazu, würzte mit 1 EL Kräuter der Provence und goss 750 ml Gemüsebrühe dazu.

Bei mittlerer Hitze dürfte sich nun in knapp 60 Minuten lang aus den einzelnen Zutaten die Grundlage für einen wohlschmeckenden Eintopf bilden. In der letzten Koch-Viertelstunde kochte ich 6 Salsiccia im Topf mit. Kurz vor dem Servieren nahm ich die Würste dann wieder raus, schnitt sie in grobe Stücke, mischte sie wieder im Topf unter und liess alles noch 5 Minuten ziehen.



Den Linsen-Eintopf schmeckte ich mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer sowie 2 TL Zucker ab, zum Finalsiegen des individuellen Geschmacks stelle ich weißen Balsamico-Essig mit auf den Tisch. Beim Essen wurde es dann wohlig warm – und die kulinarische Hausapotheke war um ein wohlschmeckendes Rezept reicher.

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Nudeln für das schnelle Glück – Pasta, meine Pasta (33)

Sonntag, 22. Januar 2017 11:08

Liebe Andrea,

es ist doch immer das Gleiche: Man bekommt urplötzlich Hunger, reißt den Kühlschrank und sämtliche Türen von Vorratsschränken auf und steht rätselnd vor der Aufgabe, aus den vorhandenen Zutaten auf die Schnelle etwas Leckeres zu zaubern. Nachdem ich den ersten Ärger beiseite gewischt hatte, wieder einmal nicht vorausschauend das Essen für die Woche durchgeplant zu haben, machte ich mich an die Bestandsaufnahme. Der Mozzarella musste weg, bevor er eigene Füße bekam. Und so stand er schnell der Entschluss fest,

Spaghetti mit Tomaten-Mozzarella-Sauce

auf den spontanen Speiseplan zu setzen. Denn bei aller Ungeplantheit finden sich dann ja – gottlob – doch noch immer genügend Zutaten aus der „stillen Reserve“.

So würfelte ich 2 Knoblauchzehen nach dem Schälen kleinst und schwitzte die Würfel sanft in Olivenöl an. Dazu gab ich dann knapp 10 getrocknete Tomaten, die ich vorher in Streifen schnitt; die Tomaten waren in Olivenöl und Kräutern eingelegt und verfügten über ein ordentliches Aroma. Als nächstes goss ich 150 ml Sahne an und gab 1 Kugel Mozzarella dazu. Den Mozzarella hatte ich – nach dem Schmeckt-der-überhaupt-noch-Test – klein gewürfelt.

Während sich die Sauce auf kleiner Hitze unter stetem Rühren nun quasi zubereitete, setzte ich Salzwasser auf und kochte 200 g Spaghetti al dente.



Die abgetropften Nudeln gab ich in die Pfanne zur Sauce, vermengte alles und pfefferte mit Rücksicht auf die Jugend erst auf dem Teller. Und am Ende war wirklich wieder alles das Gleiche: Die Erkenntnis, auch ohne straff organisierten Speiseplan über die Runden zu kommen, lag sich glücklich und zufrieden grinsend mit dem Geschmack eines leckeren Pasta-Gerichtes in den Armen.

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Auch der Sommer hat ein Ende. Und die Wurst hat zwei.

Donnerstag, 6. Oktober 2016 15:43

Liebe Andrea,

in den letzten Spätsommertagen dieses Jahres hatten wir mehrfach Glück. Zum einen klopfen gleich mehrere Juni-Tage, die ihren Einsatz verpasst hatten, an die September-Türe und wurden hereingelassen. Zum anderen teilte unser Familienumfeld gleich mehrmals die reiche Ernte sonnengereifter Tomaten mit uns. Da drängte sich ein neues Tomatengericht geradezu auf. Mit meiner Variante der

Merguez auf Ofentomaten

kam zudem eine geschmacklich bombige Geschichte auf den Tisch. Vor allem aber habe ich jetzt endlich den entscheidenen Kniff herausgefunden, wie sich Merguez-Würstchen sprotzelfrei knusprig zubereiten lassen: Das Geheimnis liegt darin, die Würstchen zuerst einzustechen und dann im Ofen zu garen. So geschehen mit meinen Merguez. Die beidseitig mehrmals mit einer Gabel eingestochenen Lamm-Würstchen habe ich zunächst ohne weitere Zutat in einer Auflaufform in den auf 170° C vorheizten Ofen gelegt.

In der Zwischenzeit habe ich unterschiedlich große und bunt gefärbte Strauchtomaten gewaschen, entstrunkt und halbiert bzw. die größeren Modelle geviertelt.
Nachdem die Merguez 10 Minuten allein im Ofen vor sich hingegart hatten habe ich die Würste aus der Form genommen und die Tomaten mit dem ausgetretenen Fleischsaft vermischt. Dann legte ich die Würstel auf der Tomatenbett, streute noch die kleingehackten von 2 Zweigen Rosmarin darüber und schob die Form für weitere 10 Minuten in den heißen Ofen.



Und das war’s auch schon. Ein kühler Rosé und frisches Baguette sind sehr angenehme Begleiter für diesen sommerlich geprägten Imbiss, der sich so schnell wie möglich wiederholen lassen sollte – sonnengereifte Geschmacksbomben in Tomatenform vorausgesetzt.

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Hochgestellte Rigatoni – Pasta, meine Pasta (32)

Freitag, 16. September 2016 11:28

Liebe Andrea,

der vorliegende Küchenmonolog entstand aus einer Mischung von Heißhunger auf Pasta, Forschergeist und Lust auf Neues. Normalerweise nimmt man ja zum Befüllen von Röhrennudeln in aller Regel Cannelloni. Ich jedoch hatte mir Rigatoni ausgeguckt, eine weitaus dünnere Nudelvariante und somit eine echte Herausforderung. Sicherheitshalber hatte ich mir eine Packung Cannelloni beiseite gelegt, als ich die ersten fünf Rigatoni probekochte, um sie auf ihre Befüllbarkeit hin zu prüfen. Es gelang. Somit standen später erstmalig

Gefüllte Rigatoni

auf unserem Esstisch. Auf der verzweifelten Suche nach Bio-Hackfleisch – ok, es war bereits Samstag nachmittag und die Auslagen der Märkte weitestgehend geplündert – entschied ich mich beim Einkauf für 350 g Bio-Bratwürste. Das Bratwurstbrät drückte ich aus der Pelle in eine heiße Pfanne und zerkleinerte es beim scharfen Anbraten mit Hilfe von zwei Pfannenwendern.

Dann gab ich 1 Fenchelknolle und 1 Zwiebel dazu. Das Gemüse hatte ich kleinstmöglich gewürfelt, da die Rigatoni in Sachen Durchmesser nicht wirklich offen für alles sind.
Nachdem das Brät krümelig und angebräunt war und das Gemüse nicht zu viel Farbe angenommen hatte, würzte ich mit 1 EL Kräuter der Provence sowie 2 EL Tomatenmark und goss 100 ml Wasser dazu. Die Flüssigkeit liess ich nun bei mittlerer Flamme nahezu verkochen und den Pfanneninhalt darauf abkühlen.
Nebenher hatte ich noch eine klassische Tomatensauce zubereitet: 2 Zwiebeln gewürfelt und in Olivenöl angeschwitzt, 800 g Dosentomaten drauf, 1 TL Zucker sowie 1 Prise Salz dazu und alles bei kleiner Flamme 30 Minuten schmurgeln lassen.

Die Tomatensauce bildete die Basis für mein Rigatoni-Experiment. Die in lediglich sechs Minuten halb in Salzwasser gegarten, abgeschütteten und abgekühlten 500 g Rigatoni setzte ich in einer Auflaufform hochkant auf das Tomatensaucen-Bett. Nachdem dieser Versuchsaufbau stand füllte ich die Nudeln mit einem Teelöffel und liess die Sauce dabei in die Nudeln gleiten. Das andere Ende des Löffelstiels half mir, die Sauce tiefer in die Nudel zu drücken.



Nach getaner Fissels-Arbeit verteilte ich noch ein wenig Tomatensauce auf den Nudeln und hobelte Pecorino-Käse darüber.
Und nach knapp 30 Minuten im auf 180° C vorgeheizten Ofen war das Pastagericht fertig. Natürlich purzelten die gefüllten Rigatoni beim Servieren kreuz und quer über die Teller, aber geschmacklich gab das der ganzen Sache keinen Abbruch. Im Gegenteil, die etwas aufwendigere Füllarbeit macht der spätere Pasta-Genuss mehr als wett.

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Heute bleibt die Küche kalt

Mittwoch, 14. September 2016 8:16

Liebe Andrea,

wenn Deine bessere Hälfte abends nach Hause kommt und fragt „Ist das Essen schon kalt?“ kann dies sowohl ernst, als auch freundlich gemeint sein. Ob der hochsommerlichen Temperaturen im September wurde ich mittags an den heimischen Herd abgeordert – ok, ein großes Stück weit hatte ich mich selbst dafür angeboten -, um meine erste

Gazpacho andaluz

zuzubereiten – eine absolute kulinarische Geheimwaffe bei drückend-heißen Temperaturen. Die beste Gazpacho aller Zeiten, da sind sich bei uns alle einig, aßen wir vor einigen Jahren bei netten Freunden. In Andalusien, versteht sich. Das kennen die da dort. Liebe Grüße an dieser Stelle an Ana!

Für meine spanische Suppenkaltschale entschied ich mich einmal mehr für einzelne Elemente verschiedene Rezepte.
1 rote, 1 grüne und 1 gelbe Paprika entkernte ich und entfernte die Trennwände. Von jeder Paprika würfelte ich ca. 1/3 in kleinste Würfel und stellte diese beiseite. 3 große Fleischtomaten überbrühte und häutete ich. 1/2 Salatgurke habe ich dann noch geschält, halbiert und vor dem Kleinschneiden mit einem Löffel entkernt.

Alle Gemüsestücke gab ich in einen Blender und startete den Zerkleinerungsvorgang. 1 Knoblauchzehe, 2 EL weißen Balsamico, 3 EL Olivenöl und ein wenig Meersalz würzten während des Pürierens die Mischung.

Die pürierte Masse füllte ich in eine Schüssel und stellte diese für mindestens zwei Stunden im Kühlschrank kalt. Ins Gefrierfach hatte ich zudem die Suppenteller eingelagert, damit das Essen später nur ja nicht wärmer als notwendig wird – schließlich wollten wir ja draußen essen und es war auch am Abend noch ordentlich warm.
Nebenher schnitt ich noch 2 Stangen Frühlingszwiebeln in kleine Ringe und würfelte sechs dünne Brotscheiben von einem Baguette. Die Brotwürfel liess ich im auf 200° C vorgeheizten Ofen auf Backpapier trocken und knusprig werden.



Dann war das Essen endlich kalt genug und alle zum Abendessen da. Die Suppe auf die kalten Teller verteilt, die Frühlingszwiebel, Croutons und Paprikawürfel zum individuellen Würzen dazugestellt (etwas Tabasco für all die, die Tomaten gerne schärfer mögen) und frisches Baguette nebst kühlem Rose aufgetischt. Und auf einmal kann auch ich aLLzu heißen Tagen etwas durchaus Positives abgewinnen und bin voll auf den Geschmack gekommen. Für mich ist Gazpacho nun DAS Rezept gegen die Sommerhitze.

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Ein Gruß aus der toskanischen Küche

Freitag, 5. August 2016 12:28

Liebe Andrea,

es ist nur ein kleiner Snack, der bei uns jedoch immer eine große Wirkung hat: Bruschetta und Crostini. Wird für die leckeren Brotscheiben dabei meist Ciabatta oder Baguette als Grundlage genommen, nimmt man – wohl – für

Toskanische Crostini

eher herzhaftes Bauernbrot. Ich jedenfalls freue mich immer über die weissbrotfreie Variante und nehme dazu ein ordentliches Graubrot.

Die nicht zu dünnen Brotscheiben habe ich zunächst im Toaster knusprig geröstet. Auf jede Brotscheibe legte ich 2-3 Tomatenscheiben und darüber 1-2 Sardellenfilets.
 Die Sardellenfilets werden ja wahlweise in Salz oder Öl eingelegt angeboten; hier ist die Öl-Version eindeutig die schmackhaftere und – was Wunder! – weniger salzhaltige Variante.

Über die Tomatenscheiben mit ihren Sardellenfilets verteilte ich Würfel von feinstgehackten Schalotten und träufelte etwas Olivenöl darüber. Danach schob ich die belegten Brote für ca. 3 Minuten in den auf 200° C vorgeheizten Ofen und servierte die Brote lauwarm. Nach dem Ofenaufenthalt streue ich gerne noch ein wenig frisch gehackte Basilikumblätter über die Crostini.


Irgendwo im Netz habe ich mal gelesen, dass Crostini traditionell vor dem Überbacken belegt oder bestrichen werden, bei den Bruschetta hingegen wird das Brot vor dem Belegen im Ofen geröstet und erst anschließend belegt. Somit wäre meine Variante eindeutig als Bruschstini zu bezeichnen. Lecker und schnell gelingt dieser Brotsnack allemal.

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Fleischtomaten beim Wort genommen

Freitag, 8. Juli 2016 13:29

Liebe Andrea,

Sommer, Sonne, Sonnenschein! Vor allem der – zumindest tendenziell – wärmeren Jahreszeit erfreue ich mich immer wieder an neuen und leckeren Variationen zum Thema Gemüse. Die Aromabomben in Form von Fleischtomaten, die ich bei unserem Food Dealer um die Ecke erstand dürften dann auch gleich einmal im geschmacklichen Contest mit Strauchtomatenware vom Niederrhein messen. Was soll man dazu noch sagen!? Fleischtoamten, alles andere ist Gemüse! Und einmal mehr ein Plädoyer, auf gute Ausgangsware zu achten.
Geschmacklich vereint waren beide Tomatensorten dann als

Gefüllte Tomaten und Zucchiniwürfeln

in einer Backform und die Fleischtomaten wurden ihrem Namen im doppelten Sinne gerecht. Das Grundrezept zu dieser Zubereitung lief mit kürzlich über den Weg und bekam von mir noch eine ganz entscheidende geschmackliche Komponente: Piment d’Espelette, das ich erstmalig in meinen Kochtopf liess und mich hochgradig begeisterte. Aber der Reihe nach.

Den Tomaten – 2 Fleischtomaten und 3 Strauchtomaten – schnitt ich im oberen Teil deren Deckel ab, höhlte sie mit einem Löffel aus pürierte die Tomatenabschnitte und -innereien in einem hohen Becher mit dem Pürierstab.
In einer Pfanne mit heißem Olivenöl liess ich 400 g gemischtes Hackfleisch braun und krümelig braten, dann gab ich 1 Zwiebel und 1 Zucchini – jeweils kleinst gewürfelt – sowie 2 EL Tomatenmark dazu. Nach kurzer Schmurgelzeit würzte ich mit 1 TL Zucker, 1 EL Kräuter der Provence, Salz, Pfeffer sowie 1 TL Piment d’Espelette und gab die pürierte Tomatenmasse mit in die Pfanne.
Bei hoher Hitze liess ich nun sämtliche Flüssigkeit verkochen und würfelte 1 Zucchini in nicht su kleine Würfel wie die vorherige.
In einer Reine verteilte ich dann die Zucchiniwürfel, goss 200 ml Gemüsebrühe an, setzte die hohlen Tomaten hinein und füllte diese mit der Hackfleischmischung. Aus 3 Baguettescheiben, die ich in der Moulinette klein, aber nicht zu Staub zerkleinert hatte, stellte ich Brotkrümel her, die ich mit 1 TL Kräuter der Provence und 3 EL Olivenöl vermischte. Diese Brotmischung verteilte ich auf den gefüllten Tomaten und schob die Backform für 30 Minuten in den auf 180° C vorgeheizten Backofen.



Die fertigen Tomaten verteilte ich portionsweise auf Teller und reichte die Zucchiniwürfel mit der Brühe sowie frisches Baguette dazu.

Erkenntnis Nummer 1: Fleischtomate vom Türken schlägt Treibhausware von überall.

Erkenntnis Nummer 2: Piment d’Espelette, auch in kleinen Dosen, rocks! Tolles Aroma und ein Geschmackserlebnis, das auf Wiederholung pocht.

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Variationen von Crespelle

Freitag, 15. April 2016 8:38

Liebe Andrea,

die italienischen Pfannkuchen hatten wir an dieser Stelle schon ein paar Mal. Aber nicht nur, weil aller guten Dinge lecker sind, gibt es heute einen neuen Nachschlag, denn die Variante

Crespelle mit Champignon-Füllung

ist zwingend erwähnenswert und bekommt somit hier ihren Küchen-Monolog. Die Basis der Crespelle stellte der bereits früher vorgestellte Grundteig dar: Pro Portion 1 Ei, 2 EL Mehl sowie 50 ml Wasser und 1 Prise Salz. Nach 10-minütiger Quellzeit habe ich in einer beschichteten Pfanne mit ein wenig Olivenöl und hoher Hitze die Crespelle hergestellt.

Während der Crespelle-Teig jedoch noch vor sich hinquellte habe ich 500 g braune Champignons in dünne Scheiben geschnitten und mit ein wenig Olivenöl scharf angebraten. Nach knapp 5 Minuten gab ich 1 Zwiebel, fein gewürfelt, mit in die Pfanne und schwitzte diese bei mittlerer Hitze mit an. Ich löschte alles mit 1 Glas Weißwein ab lies diesen einkochen und gab knapp 100 ml Sahne dazu. Die vor sich hinschmurgelnde Pilzpfanne würzte ich mit Muskatnuss, Meersalz und schwarzem Pfeffer und zog die Pfanne danach von der Flamme, um die Pilzmischung etwas abzukühlen.

Die fertigen Crespelle belegte ich mittig mit 2-3 EL Esslöffel der Pilzmischung, rollte die Teigfladen zusammen und legte diese nebeneinander in eine Auflaufform. Da das Essen spontan erdacht war und schnell zubereitet werden musste, gab ich passierte Tomaten aus dem Tetra-Pack über die gefüllten Crespelle und streute eine Schicht aus ca. 300 g Gratinkäse darüber; der Gratinkäse war eine Fertigmischung aus Mozzarella und Maasdamer.



Nach 20 Minuten im auf 180° C vorgeheizten Ofen waren die Crespelle überbacken und fertig. Die in der Hälfte schräg halbierten Crespelle richtete ich auf Tellern mit einem Gruß vom Basilikum an und war am Ende froh, diese großartig leckere Variante von Anfang an für die Monologe Küche und für Dich dokumentiert zu haben.

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Claudio bittet zu Tisch

Dienstag, 12. April 2016 8:53

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Liebe Andrea,

nun endlich ist das neue Buch des von uns beiden doch sehr geschätzten Claudio Del Principe erschienen:
Ein Sommer wie damals. Und zwischen diesen Buchdeckeln geht die Sonne auf!

Als Kind und Jugendlicher hatte ich das Glück die Sommerurlaube in Holland am Meer und auch oftmals in Frankreich zu verbringen. Das bedeutet zugleich das Pech, heute auf keinerlei Jugend-Erinnerungen auf Sommerurlaube in Italien zurückblicken zu können. Aber auf der Fernwehfaktor-Skala punktet das neue Lese- und Kochbuch von Claudio ganz weit oben.
Hundsgemein ist es zudem, dieses Buch mit einem leichten Hungergefühl zu lesen. Vor zunehmendem Speichelfluss weiss man dann so gar nicht, wo man starten soll und was man als ersten essen bzw. kochen will…

Meine Wahl fiel auf ein mir gänzlich neues Rezept, dessen Zutaten ich zudem allesamt schnell beisammen hatte. So wurden meine ganz persönlichen Sommer-Erinnerungen von

Thunfisch-Frikadellen mit Tomatensauce

begleitet. Und es war eine wahrlich geschmackvolle Reise! Zuerst einmal bereitete ich eine klassische Tomatensauce aus angeschwitzten Zwiebelwürfeln, Tomatenmark, wenig Salz, mehr Zucker und 2 Dosen Tomaten zu.
Während die Suppe bei kleiner Flamme vor sich hinblubberte setzte ich 2 Kartoffeln in Salzwasser auf und kochte diese gar. Unterdessen liess ich den Inhalt von 3 Dosen Thunfisch, in einem Sieb von ihrem eigenen Saft abtropfen. Den Saft fing ich für die spätere Weiterverwendung auf.

Die abgetropften 450 g Thunfischfilets vermengte ich in einer Schüssel mit 50 g geriebenem Parmesan, 2 Eiern, 6 EL Semmelbröseln, 1 Knoblauchzehe (kleinst geschnitten), 2 Sardellen (mit der Gabel zu einer homogenen Masse zerdrückt), gehackter Petersilie und 1 Zwiebel, die ich vorher kleingehackt und Olivenöl sanft glasig angeschwitzt hatte.

Die gekochten und etwas gekühlten Kartoffeln presste ich zu Thunfisch-Masse und knetete alles ordentlich durch; während des Knetens gab ich noch ein wenig Semmelbrösel zur Masse, damit diese eine nicht zu flüssige Konsistenz erhielt. Mit angefeuchteten Händen formte ich 10 Frikadellen à ca. 70 g. Die Frikadellen wendete ich in Semmelbröseln und bräunte sie beiden Seiten in einer Pfanne mit Olivenöl an.



Zum Schluss gab ich die ordentlich eingekochte Tomatensauce mit einem Teil des Thunfischsaftes in die Pfanne und liess alles mit aufgelegtem Deckel für knapp 10 Minuten sanft schmurgeln.
Das Ergebnis war wahrlich lecker und machte Lust, stante pede die Koffer zu packen und das gleiche Gericht nochmals mit Blick auf die Adria oder die ligurische Küste zu genießen.

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