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Sunny side up

Mittwoch, 21. Januar 2015 14:07

Liebe Andrea,

gemeinhin soll ein gutes Frühstück ja die Grundlage für einen rundum gelungenen Tag bilden. Dabei gehören meiner Meinung noch so viel andere Faktoren dazu: Der passende Wochentag (Montage per se sind als schwierig zu betrachten), das rechte Aufsteh-Bein, ein freundliches Guten Morgen, ein erster Kaffee und nicht zuletzt genügend Zutaten im Kühlschrank. Wenn der Blick nach draußen auf eine geschlossene Wolkendecke trifft muss man sich jedoch nicht gleich wieder ins Bett legen. Mit einem

Sonnentoast

lässt sich auch am frühen Morgen schon erstaunlich gut punkten. Es braucht lediglich Toastbrot, Eier, Scheibenkäse, etwas Butter und ganz wenig Zeit. Zuerst einmal wird aus einer Toastscheibe das Innere mit einem Messer ausgeschnitten, sodaß ein Toastrahmen übrigbleibt. Dieser Rahmen wird in einer heißen Pfanne entweder mit oder ohne Zugabe von Butter sanft geröstet und gewendet. Spätestens jetzt sollte ein Stück Butter in der Brotmitte verflüssigt und dann ein Ei in diesen Bereich aufgeschlagen werden. Alles – wie beim klassischen Spiegelei gewohnt – langsam stocken und werden lassen.



Zum guten Schluß Toast und Ei mit einem Pfannenwender aus der Pfanne heben und mit Sonnenstrahlen aus Käsestreifen garnieren. So beginnen großartige Tage!

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So ein Käse – zum Dahinschmelzen

Samstag, 3. Januar 2015 11:19

Liebe Andrea,

zunächst einmal möchte ich Dir für ein weiteres äußerst schmackhaftes Jahr in unserer Analogen Küche danken. Und dann natürlich wünsche ich auch Dir sowie all unseren treuen und hochgeschätzten Mitleserinnen und Mitlesern Glück, Gesundheit und viele leckere Gerichte für 2015!

Wir haben den Jahreswechsel im kleineren Kreise begangen und ich habe mich an meinem ersten selbstgemachten, richtigen

Käsefondue mit allem Pipapo

versucht. Das fing an bei der Materialbeschaffung (Caquelon, Rechaud und Käsefonduegabeln mit 3 Zacken) und endete bei obligaten Kischwasser. Dazwischen lag viel Reiberei, Rührerei, Tunkerei und vor allem Genießerei.

Wegen der minderjährigen Mitesserin verzichtete ich beim Anrühren der Grundmasse auf jeglichen Wein und Schnaps. In verschiedenen Rezeptquellen hatte ich im Vorfeld gelesen, dass der Käse zum ordentlichen Schmelzen bzw. Spalten Säure braucht, die steuerte ich durch frisch gepressten Zitronensaft zu.

Meine Basis bestand aus Gemüsebrühe. Für einen Durchgang mit ca. 400 g Käse nahm ich gut 400 ml Brühe, die ich in dem Caquelon auf dem Herd erhitzte. Nicht jedoch, ohne den Innenboden des Caquelons vorher mit einer halbierten Knoblauchzehe gründlich ausgerieben zu haben. In die Brühe gab ich ich dann den Käse sowie 3 TL Zitronensaft und 1 TL Maisstärke. Beim Käse hat man quasi freie Wahl und entscheidet sich idealerweise für einen kräftigeren und einen sanfteren Vertreter seiner Zunft. Meine Wahl fiel auf Gruyère und Emmentaler, jeweils zu gleichen Teilen, fein gehobelt.

Den Käse lässt man nun in der Brühe (oder wenn man ihn doch genommen hat: im trockenen Weißwein) langsam und unter stetem 8er-Rühren schmelzen. Die „rührende 8“ hat sich wohl auch schon in anderen Caquelons als idealer Rührweg im Topf bewährt. Und gerührt wird erst einmal viel und lang. Am Ende wird man von einer nahezu homogenen Masse belohnt, die sich nach dem Stellungswechsel vom Herd zum Tisch mit Rechaud, geschmeidig um die Brotwürfel schmiegt. Dem Verlust von Brotwürfeln beugen die dreizackigen Fonduegabeln eigentlich gut vor, sodass auch daher das seit meinen Kindheitstagen mit großer Begeisterung verfolgte Ritual zu dem Besuch von Asterix bei den Schweizern gänzlich ohne Gewicht beschwert ins Wasser fiel.



Die wesentliche Reduktion auf Brot und Käse haben wir ergänzt durch frisch gekochte Pellkartoffeln, Mixed Pickles inklusive Cornichons sowie viel und gutem frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer.
Als Getränk zum Fondue übrigens wird einem von nahezu jedem Schweizer schwarzer Tee oder zumindest stilles Wasser empfohlen. Und vor allem den Tee finde ich eine gute Ergänzung zum Essen. Vorher und nachher kann und sollte man sich aber gerne den ein oder anderen Tropfen (weißweinig bis höherprozentig) schmecken lassen. Und dann gibt es ja noch sooo viel andere Käsekombinationen, die alle einmal ausprobiert werden wollen…

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Ketchup für die Königin – Pasta, meine Pasta (28)

Sonntag, 21. Dezember 2014 13:18

Liebe Andrea,

wenn das Töchterlein mal wieder dran ist mit der Auswahl des Abendessens – wir leben hier ja schließlich in einem familiären Rechtsstaat – liegt die Entscheidungwahrscheinlichkeit zu einem sehr hohen Prozentsatz bei Grießbrei oder Nudeln. Diesmal sollten es Nudeln mit Grind sein. Was der Kindermund da so formulierte, sollte nichts anderes sein als der hier schon in den verschiedenster Art präsentierte

Nudelauflauf mit Käsekruste

aus dem Ofen. Unabdingbar damit verbunden ist auch für mich ein großer Klecks Ketchup. Die süße Säure der Tomatenfertigsauce ist auch für mich ein hervorragender Begleiter zu den Nudeln in ihrer Käse-Sahne-Sauce. Und es weckt auch bei mit Kindheitserinnerungen.

Für 3 Personen habe ich ca. 300 g kurze Maccheroni in Salzwasser gekocht und lange vor dem al-dente-Garpunkt abgeschüttet. Zwischenzeitlich hatte ich 100 g Räucherspeck in nicht zu kleine Stücke geschnitten und in ein wenig Olivenöl kross ausgelassen – anstatt des Specks nehme ich gerne auch klein gewürfelte Fleischwurst (dann aber ohne Anbraten), aber die war an diesem Abend just nicht greifbar.
Die abgeschütteten Nudeln gab ich in die Pfanne zum Speck und vermengte alles miteinander.

In einer weiteren Rührschüssel hatte ich 100 g Comté – frisch gerieben – mit 3 Eiern und 150 ml Sahne zu einer Masse verrührt. Bei der Käseauswahl steht einem die halbe halbfeste Käsetheke zur theoretischen Auswahl: Gruyère, Gouda, Emmentaler oder ein Mix unterschiedlicher Käsesorten.
Die Nudeln mit Speck gab ich zu der Käse-Sahne-Eier-Masse verrührte alles miteinander und füllte die Mischung in eine ofenfeste Form. Obendrauf kam – vor allem für den Grind – eine generöse Schicht aus weiteren 100 g Comté, ebenfalls frisch gerieben.



Das allem kam dann für 20 Minuten in den auf 220° C vorgeheizten Ofen. Ein Signal zum „Essen ist fertig“ zeichnet sich durch eine goldbraune Kruste des Auflaufs ab. Tja, dann nur noch die Portionen verteilen, Ketchup dazu reichen und an die passende Lektüre denken.

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Dem Herrn Paul sein Monsieur

Freitag, 21. November 2014 9:47

DIESER BEITRAG ENTHÄLT WERBUNG.

Liebe Andrea,

bei der Recherche zu meiner ersten Croque Monsieur-Monologie stieß ich immer wieder auf Rezeptvarianten mit Béchamel-Sauce. In seinem neuen Buch „Stevan Paul – Auf die Hand“ stellt Stevan Paul ebenfalls seine Variante mit Sauce vor und bezeichnet diese als Original-Version. An dieser hat er aber noch ein wenig geschraubt, denn der

Croque Monsieur im Original

nach Stevan Paul ist eine großartige Geschichte! Denkt man bei Béchamel eher an mehllastige Saucen, ist diese Variante eine wölkchengleiche Offenbarung.

Zunächst einmal habe ich ein großes Stück Butter, im Original 25 g, in einem Topf aufschäumen lassen, 1 EL Mehl mit dem Schneebesen hineingerührt, kurz wirken lassen und den Topf vom Herd gezogen. Unter weiterem Rühren goß ich 250 ml warme Hühnerbrühe (Instant) sowie 150 ml Sahne hinzu. Den Topf stellte ich wieder auf die Herdplatte und kochte alles unter stetem Rühren kurz auf. Ich rieb ca. 120 g Gruyère, gab die Hälfte davon rührend zur Sauce, ebenfalls 1 Schuss Weißwein und ließ dann alles bei kleiner Hitze vor sich hinwallen. Abgeschmeckt habe ich moderat mit wenig Salz und frisch gemahlenem Pfeffer.

In der Zwischenzeit toastete ich 8 Toastscheiben, XL-Größe im American-Sandwich-Format. Vier Toastscheiben legte ich auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und bestrich das Toast mit der Béchamelsauce. Die Saucenkonsistenz sollte nicht zu flüssig sein, lieber bei moderater Hitze noch etwas einköcheln lassen. Zum Schöpfen und Verstreichen bewährte sich bei mir ein großer Löffel.
Auf die leicht erstarrte Béchamelsauce legte ich je 1 Scheibe Kochschinken, den ich ebenfalls mit der Sauce bestrich. Darauf folgte im Schichtbetrieb je eine weitere Toastscheibe und darauf eine weitere Saucenlage. Final bestreute ich die Toasts mit dem restlichen Gruyère.



Zum kurzen Überbacken schob ich das Blech mit den Toasttürmchen unter den Ofengrill und verfolgte durch die Scheibe das weitere Geschehen. Sobald die nicht mit der Sauce bedeckten Toastecken einen schönen Bräunungsgrad erreicht haben ist der Käse bereits geschmolzen und die Monsieurs dürfen serviert werden.

Geschmacklich bringt die Béchamel-Sauce dem Herrn Paul seine Monsieurs ganz weit nach vorne – und degradierte meine frühere Croque-Variante eher zu einem Schinken-Käse-Toast (was per se aber auch nicht schlecht sein muss, nur eben kein Original-Monsieur zu sein scheint). Dazu einen frischen Romana-Salat – très simple mit Balsamico, Olivenöl, Salz und Pfeffer angemacht – und es steht eine vollwertige Mahlzeit auf dem Tisch, die weit über einen Snack hinausgeht.
Allein die etwas instabile Konsistenz der Toasts – die Saucenschichten zwischen Schinken und den Toastscheiben sorgen für ein wenig Rutschgefahr und erfordern zwingend die Verwendung von Messer und Gabel – sind zu beachten.
Der Rest ist schlicht großartig. Meine Herren!

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Herr Knusprig beim Abendbrot

Dienstag, 7. Oktober 2014 13:40

Liebe Andrea,

auch, wenn Frankreich nicht gerade mit einer üppigen Brotauswahl gesegnet ist – warum auch, schließlich gibt’s dort Baguette – findet sich in nahezu jedem Pariser Café oder Bistro

Croque Monsieur

auf der Speisekarte. Das ist nicht einfach nur eine mit Schinken und Käse belegte Toastbrotscheibe, sondern schon etwas mehr als das. Als kleiner Imbiss ist der/die/das Croque fix gemacht und kann geschmacklich ordentlich punkten.

Für meinen ersten Croque Monsieur am heimischen Herd habe ich zwei große Sandwich-Toast-Scheiben normal getoastet und mit Salzbutter bestrichen. Auf die eine, unten liegende Brotscheibe habe ich 1 Scheibe gekochten Schinken gelegt (hierfür kann man sich beim Metzger eine dicke Scheibe schneiden lassen!). Für die etwas herzhaftere Variante verstrich ich Dijon-Senf auf dem Schinken. Dann kam, gleichmässig verteilt, frisch geriebener Gruyère auf den Schinken, bevor dieser mit der Butterseite nach unten liegenden zweiten Toastscheibe gedeckelt wurde. Für die obere Abdeckung mischte ich frisch geriebenen Gruyère mit süßer Sahne und würzte mit Pfeffer und Muskatnuss. Die Sahne-Käse-Mischung sollte nicht zu trocken sein und die obere Scheibe großzügig bedecken. Für 4 Toasts hatte ich am Ende 200 g Gruyère kleingerieben. Abschließend schnitt ich noch Scheiben vom rohen Schinken in Streifen und legte ihn auf die Käse-Haube.



Um dem Croque Monsieur seinen namensgebenden „crock“ zu verleihen, habe ich die vorbereiteten Brote in den auf 200° C vorgeheizten Ofen (ohne Umluft) für ca. 10 Minuten auf den mit Backpapier belegten mittleren Rost knusprig werden lassen. Mit einem Spiegelei obendrauf wird aus dem Croque Monsieur schnell eine Croque Madame. Diesmal aber gab es den nur den Monsieur, der definitiv nicht nur was für Jungs ist.

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Grenzüberschreitende Makkaroni – Pasta, meine Pasta (23)

Sonntag, 23. März 2014 19:10

Liebe Andrea,

die Zutaten dieses Gerichtes treffen sich – geografisch gesehen – irgendwo in den Alpen zwischen Frankreich und Italien. Am Ende natürlich landeten sie in unserer Küche allesamt in einem Topf und dann bei uns auf dem Tisch. Dort waren Sie dann aber auch ganz schnell weg, denn bei diesem Essen muss man schnell sein, um genügend zu bekommen. Was es gab? Nun, das hier:

Makkaroni-Auflauf mit Käsesahne

aus dem Ofen. Inspiriert vom grandiosen Kochbuch „365 Rezepte aus der französischen Landküche“ von Stéphane Reynaud gab es bei uns den Pasta-aus-dem-Ofen-Klassiker in neuem Gewand.
Dazu habe ich erst einmal den 200 g Makkaroni (Maccheroni? Macaroni?) für 10 Minuten in Salzwasser gekocht. Währenddessen hobelte ich 200 g Comté Käse kleing und vermengte diesen mit 200 ml Sahne und 1 handvoll Basilikumblättern (in kleinen Stücken, ich nahm der Convenience halber TK-Ware). Die abgeschüttete Pasta kam dann zu 2/3 der Käse-Sahne-Mischung, wurde gründlich durchgemischt und mit Salz und Pfeffer gewürzt.
In einer gebutterten Auflaufform schichtete ich dann eine Lage Nudeln, die ich mit 4 Scheiben (sehr gutem!) Kochschinken belegte. Das gleiche wiederholte ich einmal und beendete die Schichterei mit Nudeln. Oben drauf verteilte ich dann noch das restliche Drittel der Käse-Basilikum-Sahne.



Die Auflaufform kam für 20 Minuten in den auf 160° C vorgeheizten Ofen und danach fix auf den Tisch, wo sie – wie oben bereits erwähnt – jedoch nicht lange blieb.
Fazit: ratzfatz gemacht, ordentlich lecker und daher ratzfatz verputzt.

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Prinzessinnennudeln – Pasta, meine Pasta (22)

Montag, 18. November 2013 22:40

Liebe Andrea,

das Briefing der Tochter zum Abendessen war knapp und präzise: Nudeln. Und Sahnesauce. Dennoch fragte ich vorsichtig nach: Mit Schinken? Nein! Mit Speck? Nein!! Mit Erbsen? Waaas???
So also machte ich mich an die – wahrlich abgespeckte – Basisversion eines Nudelgerichtes:

Nudeln mit Käse-Sahnesauce

Denn: Käse, das weiß ich aus Erfahrung, geht immer. Zuerst jedoch würfelte ich 1 Zwiebel klein und schwitze diese in 1 EL Butter sanft an. Dazu goß ich dann 200 ml süße Sahne, würzte mit ein wenig Muskatnuss und ließ alles einmal aufwallen. In der Zwischenzeit hatte ich ca. 50 g Parmesankäse frisch gerieben, den ich nun portionsweise in die Sauce zum Schmelzen gab und schmeckte mit zwei Prisen Meersalz ab. Mir hätte die Sauce so schon gut geschmeckt. Doch hatte der Parmesan dem Ganzen eine etwas kräftige Note verliehen. Diese schwächte ich durch 4 EL Ricotta ab, die ich mit dem Schneebesen unter die Sauce rührte. Die Konsistenz war leicht dickflüssig, ein wenig mehr und hier hätte ein wenig gesalzenes Nudelwasser Abhilfe schaffen können. Aber geschmacklich war die Sauce jetzt perfekt und die Nudeln zeitgleich al dente gekocht.



Ab auf den Teller mit Pasta und Sauce und schnell serviert. Alles wurde ohne Murren gegessen. Kommentarlos. Nicht gemeckert ist schließlich auch bei den hohen Damen gelobt genug. Und genug Material für einen weiteren Personalteller war dann auch noch da. Ende gut, alles gut!

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Nachhaltig nachgeflüstert

Samstag, 2. November 2013 11:55

Liebe Andrea,

das perfekte Dinner hat uns ja einen Blick über den analogen Tellerrand beschert. Und so freue ich mich immer wieder, wenn Britta vom Blog Glasgeflüster mal wieder etwas flüstert, was meinen Appetit nachhaltig anregt. Erst kürzlich war es wieder soweit, als mir ein Post über eine Spitzkohl-Pfanne das Wasser im Munde zusammenlaufen liess. Der Hunger war schnell so groß, dass ich auf dem Weg nach Hause noch schnell die noch fehlenden Zutaten besorgte um meine Version vom

Spitzkohl mit Hackfleisch-Käse-Sauce

zuzubereiten. Ein um die grünen Blätter gerupfter halber Spitzkohl lag nämlich noch im Gemüsefach unseres Kühlschranks. Somit brauchte es nur noch 400 g gemischtes Hackfleisch und 200 g Kräuter-Rahmkäse.
Daheim schnibbelte ich den Kohl in Streifen und würfelte 1 Zwiebel klein. Vorwiegend festkochende Kartoffeln schälte ich und setzte diese in Salzwasser auf. Ein kleiner Brokkoli wäre sonst viel zu allein im Gemüsefach geblieben und bekam – allein schon der Farbe wegen – auch noch seinen Einsatz in unserem Mahl.
Nachdem ich das Hackfleisch in Olivenöl krümelig gebraten hatte kamen die Zwiebelwürfel dazu, kurze Zeit später der Spitzkohl. Nach etwa fünf Minuten Schmurgelei unter Rühren gab ich den Rahmkäse mit 100 ml Milch dazu und würzte mit Salz, Pfeffer und 1 TL gemörsertem Kümmel. Bei moderaten Hitze ließ ich den Käse schmelzen und so eine veritable Sauce entstehen.
Den in seine Röschen geteilten Brokkoli hatte ich im Dampf des Kartoffelwasser bissfest gegart und in Eiswasser abgeschreckt. Die grünen Brokkoli-Röschen gab ich lediglich zum Aufwärmen in die Spitzkohl-Hack-Sauce und schmeckte final mit ein wenig Muskatnuss ab.



Die fertig gegarten Kartoffeln gaben den Startschuss für’s Essen. Das war so lecker, wie Britta berichtet hatte. Und da es auch hier nun abends schön kalt war, hatten wir das perfekte Abendessen, um der Witterung kulinarisch deutlich eins entgegenzusetzen.

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Arriba, arriba, andale!

Mittwoch, 25. April 2012 15:36

Lieber Christoph,

heute machen wir einen kleinen Ausflug nach Mexiko. Das Gericht isst der gemeine Mexikaner wohl zum Frühstück. Es geht nicht ganz so schnell wie Speedy Gonzales unterwegs ist, und man kann es sich mit der ein oder anderen Fertigzutat (Tortillas, Refried Beans und Salsa gibt’s im Supermarkt) auch einfacher machen, aber frisch zubereitet ist alles natürlich tausend Mal leckerer.

Für

Huevos rancheros

habe ich zuerst den Teig für vier Mais-Tortillas zusammengeklöppelt. Je 100 g Weizenmehl und Maismehl habe ich mit 1 TL Salz vermischt und mit ca. 100 ml Wasser schluckweise verknetet, bis ein hübscher Teigklumpen entstanden war.

Während der Teig ruhte, habe ich 1 Dose Kidneybohnen abtropfen lassen und in etwas Olivenöl in der Pfanne kurz gebraten. Etwas Salz, Pfeffer, gemahlener Koriander und Kreuzkümmel dazu und mit dem Kartoffelstampfer alles schön zermatschen. Sieht fies aus, schmeckt aber.

Für die Salsa habe ich 1 Fleischtomate gewürfelt und 1 rote Spitzpaprika in Ringe geschnitten. Damit es nicht zu scharf wird, habe ich nur 1 grüne Chilischote entkernt und atomisiert. 1 gehackte Schalotte und 1 Knoblauchzehe habe ich in etwas Olivenöl angeschwitzt und das Gemüse darin kurz schmoren lassen. Als Würze kommen etwas Salz und Pfeffer dazu, und nach Geschmack nochmals etwas Kreuzkümmel.

Die Tortillas werden dann dünn ausgerollt und in der trockenen (!) Pfanne auf ordentlich Hitze kurz gebraten, bis sie Blasen werfen. Dann noch ein paar Scheiben Bacon knusprig braten und ein Paar Eier zu Spiegeleiern verarbeiten und das war es.


Am Schluss bastelt man einen Turm: Zuerst die Tortilla auf den Teller, darauf die Bohnen und die Salsa und zuoberst die Spiegeleier mit dem Bacon, was man je nach Gusto noch mit etwas geriebenem Käse bestreuen kann. Auf gehacktes Koriandergrün habe ich verzichtet, denn das mag hier niemand. Eine Guacamole wäre dazu noch nett gewesen, aber offen gesagt hatte ich keine Lust mehr.

Ich frage mich wohl, wie man das zum Frühstück runterbringen soll, aber als Abendessen ist es wirklich supergschmackig!

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Convenience? Nein, danke. (1)

Mittwoch, 11. Januar 2012 20:42

Lieber Christoph,

zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich in letzter Zeit öfters auf Fertigprodukte zurückgegriffen habe. Die Lust aufs Kochen – vor allem aufs tägliche – wollte sich nur langsam einstellen und es ist ja so bequem, einfach etwas in den Backofen zu werfen …

Besonders angetan hatten es uns die Bistro Baguettes à la provençale von Dr. Oetker. Nun ist es aber an der Zeit, wieder feine Dinge selber zu machen. Für

überbackene Baguettes

habe ich eine Bio-Baguettestange in sechs Hälften geschnitten. Baguettebrötchen gehen auch. Für den Belag schnitt ich zwei Scheiben gekochten Schinken in feine Stücke und eine Handvoll Schnittlauch in kleine Röllchen. 3 EL geriebener Gouda und 2 EL geriebener Pecorino kamen dazu, ebenso 1 Becher saure Sahne (Herr Oetker sieht Schmelzkäse vor, aber der war nicht im Haus. Der Käse, nicht der Herr Oetker). Das ganze mit Salz und Pfeffer ein wenig gewürzt und schon ging’s ab in den Ofen.


Bei 200 °C (Umluft) habe ich die Baguettes für ca. 12 Minuten gebacken. Heraus kamen schmackhafte Brötchen, die wesentlich krosser als ihr Vorbild aus der Tiefkühltruhe waren. Zusammen mit einem leckeren Salat ergaben sie ein feines kleines Abendessen.

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