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Filmreifer Auflauf mit Blumenkohl

Freitag, 3. Februar 2017 19:06

Liebe Andrea,

der Winter hat kulinarisch schon das eine oder andere zu bieten. Auch, wenn er das ganze Jahr verfügbar ist, verbinde ich Blumenkohl tendenziell immer mit der kalten Jahreszeit. Und eine meiner kulinarischen Kindheitserinnerungen ist gekochter Blumenkohl mit einer dicken Schicht aus Semmelbröseln, die vorher in aufgeschäumter Butter geröstet wurden. Über den Kinderteller hinausgeblickt finden sich zahlreiche Rezeptvorschläge dazu, was man mit dem Blumenkohl so alles machen kann. Aktuell wetteifern ja diverse Food-Kanäle im Internet um die Gunst und den Hunger der Zuschauer. Dabei wird mit einer starr fixierten Kamera von oben immer eine Herdplatte gezeigt, auf der dann leckere Speisen entstehen. Bei den Kollegen von Leckerschmecker stolperte ich letztens über eine Blumenkohl-Zubereitung, die auch meine Geschmackssinne erreichte. Gesehen, getan. So gab es bei uns Blumenkohl, der als

Überbackener Blumenkohl-Auflauf

dampfend aus dem Ofen kommt. Und gerade an kalten Wintertagen bring allein schon der Gedanke, den Ofen einzuschalten, ein wenig Wärme und daraus resultierende Kochgedanken mit sich.
Den Blumenkohl dünste ich lieber, als ihn in heißem Wasser zu ertränken. Im Dampfeinsatz über heißem Salzwasser lässt sich ein in seine Röschen geteilter Blumenkohlkopf in knapp 15 Minuten gardünsten.

Während der Blumenkohl vor sich hindünstete, rührte ich die Sauce an: In knapp 1 EL Butter schwitzte ich 1 Knoblauchzehe an, die ich vorher kleingewürfelt hatte. In den Topf rührte ich 2 EL Mehl und löschte mit 400 ml Milch ab. Dazu rührte ich 1 EL Schmelzkäse und 4 Scheiben Cheddarkäse, die ich vorher in kleine Würfel geschnitten hatte.

In einer separaten Pfanne hatte ich noch 10 Scheiben Frühstücksspeck knusprig gebraten und zum Abtropfen auf Küchenkrepp zwischengelagert. 5 krosse Speckscheiben zerbröselte ich mit den Fingern und gab diese Brösel zusammen mit den gedünsteten Blumenkohl-Röschen zur nun homogenen Käsesauce und mischte alles ordentlich durch.



Die Sauce mit Blumenkohl-Inhalt füllte ich in eine Auflaufform, pfefferte alles und streute die kleingeschnittenen Streifen von 4 Scheiben Cheddar, den restlichen Bacon in Bröseln sowie die Ringe von 3 Stängeln Frühlingszwiebeln darüber. Die folgenden knapp 30 Minuten durfte das alles im auf 180° C vorgeheizten Ofen eine goldbraune Kruste bekommen. Und schon war er fertig, mein veritabler Blumenkohl-Auflauf mit wohltuender Wirkung, der es anderswo sogar schon zu Filmruhm gebracht hat.

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Stapelbrot und Maulsperre

Freitag, 13. Dezember 2013 16:08

Liebe Andrea,

es war ein Rezept von Tim Mälzer, das kürzlich bei Facebook von essen & trinken gepostet wurde und mir spontan das Wasser im Munde zusammenlaufen lief. Eine Inspiration für fixe und zudem leckere Stapelbrote ist derzeit aber auch der gefundene Fressen für mich. Die logische Schlussfolgerung daraus landete gestern Abend bei uns auf dem Tisch:

Sandwich-Maulsperren deluxe

Ich hatte ja schon in einem früheren Küchenmonlog die Bauanleitung für ein schmackhaftes Rezept widergegeben. Hier jedoch bestand das Sandwich aus drei XL-Toastscheiben zuzüglich Zwischenbelag. Eine echte Maulsperre eben, aber was für eine leckere!

Es ging los mit Bacon, den ich mit ein wenig Öl in der Pfanne knusprig gebraten habe. In Pfanne und Bratfett hinein kamen darauf zwei halbierte Hühnerbrüste, die ich während des Bratens mit milder Paprika, Salz und Zitronenpfeffer würzte. Nach den Hühnerbrüsten kamen 3 Eier in die Pfanne, die ich einmal kurz wendete und ein wenig kross werden ließ.

In einem Schälchen hatte ich aus 3 TL Ketchup und 2 TL Mayonnaise eine Sandwich-Sauce angerührt, die ich noch mit ein paar Spritzern Worcester-Sauce würzte. Final kamen noch vorbereitende Schnibbelarbeiten an 2 Tomaten (Scheiben) und Eisbergsalat (Streifen) dazu.

Und dann wurde belegt. Auf die unterste Toastscheibe kamen:
> 1 großer Klecks Sauce
> Eisbergsalat
> Hühnerbrust
> Tomatenscheiben
Dann kam, quasi als Zwischenetage die zweite Toastscheibe darüber, die ich sanft andrückte. Auf diese Scheibe kamen:
> 1 großer Klecks Sauce
> 1 Spiegelei
> 2 Streifen Bacon
> Eisbergsalat
Den Abschluss bildete eine dritte Toastscheibe deren Unterseite ich auch noch mit etwas Sauce bestrichen hatte.



Einmal quer halbiert, serviert, tief durchgeatmet, fest zugegriffen und an einem Stück verschlungen. Das was Fast Food vom Feinsten. Und. Was. Tat. Das. Gut. Richtig lecker eben.

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Mondsüchtig und die Folgen

Samstag, 14. Januar 2012 15:09

Liebe Andrea,

einer meiner Allzeit-Lieblingsfilme ist der Film ‚Mondsüchtig‘. In einer Szene des Films wird bei der Zubereitung des Frühstücks – eher beiläufig – das morgendliche Spiegelei in einem ausgehöhlten Stück Weißbrot in der Pfanne gebraten. Und schon immer wollte ich dies einmal nachbauen. Meistens jedoch war kein Kastenweißbrot zur Hand. Und wenn, dann dachte ich schlicht nicht an diesen Nachkoch-Wunsch. Nun jedoch trafen Weißbrot und Erinnerung zusammen und heraus kam das

New Yorker Spiegelei

Dessen Zubereitung geht einfach und schnell über die Bühne. Und gerade auch deshalb soll es an dieser Stelle Erwähnung finden, ist es doch eine aufgepimpte Variante eines banalen Alltagsklassikers. Zuerst habe ich Bacon in einer Pfanne kross gebraten. In das Bratenfett habe ich dann die ausgehöhlten Weißbrotscheiben gelegt, zugleich je 1 Ei aufgeschlagen und dies in das mittlere Brotloch gleiten lassen. Nach kurzer Bratzeit bei mittlerer Hitze – das Eiweiß beginnt schon leicht zu stocken – salzte ich ein wenig und wendete die Brotscheiben samt Ei schwungvoll mit dem Pfannenwender.



Nachdem auch die zweite Seite krossig-hellbraun gebraten war, kam das Ei mit dem Speck auf den Teller. Beim Aufschneiden des Eierbrotes zeigte sich dann, dass das Eigelb im Inneren auf den Punkt und noch flüssig war – so, wie’s bei einem perfekten Spiegelei sein soll.

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Da haben wir den Salat (1)

Dienstag, 18. Januar 2011 18:16

Liebe Andrea,

wenn Ziege, Schwein und Hase zusammentreffen… Nein, hier geht es diesmal nicht nur um Fleisch! Obwohl der Hase hier ein falscher Hase ist: nämlich Hasenohrsalat, gemeinhin auch als Feldsalat bekannt. Dazu gesellten sich dann noch in Bacon eingewickelter Ziegenfrischkäse und fertig war der

Feldsalat mit Ziegenkäse-Speck-Talern

Den Ziegenfrischkäse habe ich zuerst in zwei Scheiben Bacon gewickelt. Die eine Speckscheibe habe ich dabei von links nach rechts, die andere dann von oben nach unten umwickelt, damit der Käse rundherum eingepackt war.

Das Endstück des Specks sollte idealerweise auf der flachen Seite des Käsetalers enden. Dort kann man es glatt streichen und mit dieser Seite zuerst in einer beschichteten Pfanne mit wenig Olivenöl anbraten. Die Hitze der Pfanne sollte stark genug sein, dass der Speck rasch kross wird, aber nicht zu heiß, so dass sich der Käse (komplett) verflüssigt. Ein wenig austretender Laufkäse dagegen ist noch vertretbar und auch lecker.

Für die Vinaigrette habe ich Walnuss- und Apfelessig zu gleichen Teilen gemischt, mit 1 EL Senf, Salz, Pfeffer sowie 1,5 EL Waldhonig gewürzt und alles mit einem Schneebesen gut verquirlt. Dann kam die (mindestens) doppelte Essigmenge an Olivenöl unter stetem Rühren dazu. Wenn dann am Ende eine geschmeidige Emulsion vorliegt, die – je nach Intensität des Essigs – mit mehr Zucker, Salz oder Olivenöl abgerundet werden muss, kann angerichtet werden.



Zum Servieren habe ich den Hasenohrensalat auf Tellern verteilt, pro Portion mit zwei Ziegenkäse-Speck-Taler belegt und mit dem Dressing beträufelt.

Dazu gab’s frisches Weißbrot und lecker Wein.

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