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Eine Sardine kommt selten allein

Sonntag, 17. Juli 2016 12:00

Liebe Andrea,

bestellt man in Portugal Sardinen, wird einem der Fisch in aller Regel im 6er-Pack serviert. Und je kleiner die Sardine, desto verständlicher wird, dass man immer gleich mehrere Exemplare zum glücklich werden braucht.

Ausgenommen und vorbereitet sind die Fische zwar schnell, dennoch ist es immer wieder ein großes Glück, frische Sardinen küchenfertig zu bekommen. So geschehen bei unserem – zu Recht als Seafood-Star ausgezeichneten – lokalen Fischdealer. So kommen meine

Frittierte Sardinen

nun endlich auch einmal auf den monologen Küchentisch. Die etwa 300 g Sardinen habe ich in einer Mischung aus Mehl und Meersalz gewendet. Dann habe ich sie portionsweise, 6-7 pro Durchgang, mit einer Schaumkelle in einen kleinen Topf gegeben, in dem vorher ich ca. 1/2 l Sonnenblumenöl hocherhitzt hatte.



Nach knapp drei Minuten sind die Fische knusprig und fertig und können sich auf Küchenpapier kurz ausruhen und entfetten.

Jetzt braucht es nur noch ein wenig Zitronensaft, optional Baguette und einen kühlen Wein und der kulinarische Apéro ist servierfertig. Und meist ebenso schnell wieder weg. Die einen verschlingen die Fische im Ganzen oder aber knabbern sich der Mittelgräte entlang.
Ein feines Fingerfood, eine schöne Vorspeise oder einfach nur kleiner Snack für zwischendurch.

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Einfach Fisch zum Abendbrot

Dienstag, 26. April 2016 22:58

Liebe Andrea,

oft sind es ja die einfachsten Dinge, die man vorschnell als zu banal einstuft und damit der möglichen Vergessenheit preisgibt. Anstatt nach der einfachen Lösung sucht man dann fortan lieber mühsam nach dem einen Schnick oder anderen Schnack. Und so ganz nebenbei verliert man so nach und nach den Blick auf’s Wesentliche. Butterbrote jeglicher Couleur zum Beispiel können ein trauriges Lied von diesem Schicksal singen. Daher mag ich mit dem

Sardinen-Toast

eine Lanze für ein kulinarisches Karo einfach brechen und Dir zugleich eine meiner Kindheitserinnerungen auftischen. Denn das ist diese belegte Brotscheibe tatsächlich. Früher gab es – selten genug, um eben doch etwas besonderes zu sein – bei uns zum Abendbrot eben dieses Sardinen-Toast.

Das fing schon mit dem sonst am Abendtisch verpönten Toastbrot an, hier jedoch ist es unverzichtbar. Die geröstete Brotscheibe wird ordentlich mit Butter bestrichen – damals verbannte man zu viel Butter auch noch nicht gleich in die Fettecke – belegt das Toast mit den in Öl eingelegten Sardinen aus der Dose und würzt mit frisch aus der Zitrone gepresstem Saft.



So einfach und reduziert, aber so unendlich lecker. Und einmal mehr ein Plädoyer dafür, dass es manche Dinge gibt, die man immer im Vorratsschrank haben sollte. Die Dose Sardinen gehört für mich dazu.

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Wenn Fische den Auflauf proben

Sonntag, 28. Februar 2016 11:37

Liebe Andrea,

in der vergangenen Woche hatte ich die große Freude, einen von unserem lokalen Großhändler organisierten Fisch-Kochkurs zu besuchen. Zur Einstimmung darauf wurde ich „von oberster Stelle“ darum gebeten, auch daheim ein Fischgericht zu zaubern. Gesagt, getan. So gab es mit dem

Fischauflauf mit Spinat

eine leckere und vielerlei wandelbare Ofenvariante für Fischfilets aller Art. Meine Rezept-Inspiration sah für das Gericht Seezunge vor, ich entschied mich für 1 großes Filet vom Steinbutt.

Zuerst einmal kümmerte ich mich um den Spinat. 500 g gewaschenen und tropfnassen Spinat gab ich mit 1 Schuss Weißwein in einen Topf, drehte die Hitze hoch, legte den (Glas-)Deckel auf und staunte einmal mehr, wie extrem Spinat beim Garen sein Volumen verringern kann. Vor dem kompletten Zusammenfall presste ich 1 Knoblauchzehe dazu und würzte mit Salz und Pfeffer.

Ein Fischauflauf steht und fällt für mich ja mit der Sauce. So gab es heuer etwas ganz leckeres dazu. 1 Zwiebel, abgezogen in in Kleinstwürfel atomisiert, schwitzte ich sanft in Butter an, gab 1 TL getrockneten Thymian dazu und löschte mit 200 ml Milch ab. In einem anderem Topf bereitete ich aus 1 EL geschäumter Butter und 1 EL Mehl eine Mehlschwitze zu, goss die Thymianmlich sowie 200 ml Sahne dazu, rührte ca. 2 handvoll frisch geriebenen Parmesan darunter und würzte mit Salz und Pfeffer.

Das Fischfilet mit knapp 250 g teilte ich vier Teile und legte zwei davon in eine gebutterte Auflaufform. Darauf verteilte ich dann den Spinat, legte die zwei anderen Filetstücke nach und goss die komplette Sauce darüber, bis alles davon bedeckt war.



Bei 200° C im vorgeheizten Ofen vollendete sich der Fischauflauf nun die nächsten 20 Minuten ganz von alleine. Es blieb Zeit genug, Tagliatelle al dente zu kochen und diese als Nudelnester auf vorgewärmten Tellern zu platzieren. Dann bekam jeder noch ein großes Stück vom fertigen Fischauflauf dazu und in mir wuchs die Vorfreude, in dieser Woche noch einmal sehr lecker Fisch kochen und essen zu dürfen.

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Universelles aus dem Thai-Universum

Freitag, 7. August 2015 9:25

Liebe Andrea,

seit Jahr und Tag steht in meiner Rezeptekladde unter dem Titel „Exkursion nach Thailand“ eine Bauanleitung für ein thailändisches Pfannengericht. Das Schöne daran ist, dass sich dieses Rezept in punkto Gemüse, Fisch oder Fleisch beliebig variieren lässt. Am Ende schmeckt’s dann jedoch immer nach „weiter weg“. Die Augen eines Asiaten mögen sich bei dieser Vorgehensweise womöglich noch mehr verengen, so, wie es uns graust, wenn wir einen schlecht wiedergegebenen Dialekt hören. Aber für den Asia-Laien ist diese Vorgehensweise recht gelingsicher.

Und auch im Dunstkreis des heimischen Herds kann ich durchaus mit dem

Thailändischen Curry

punkten. Anstatt Hühnchen oder anderer Fleischstreifen, die man 1:1 als Ersatz nehmen kann, nahm ich diesmal 3 Kabeljau-Loins. Da die Loins dick genug und tiefgefroren waren, liess sich der Fisch besonders gut mit einem scharfen Messer in passable Würfel teilen.

Des weiteren schnitt ich mir 100 g Mini-Auberginen (halbiert) sowie 2 rote Zwiebeln (halbiert und in Streifen) zurecht. Beides gab ich zusammen mit 3 Stängeln Zitronengras mit ausreichend Erdnussöl in eine Pfanne und ließ das Gemüse bei hoher Hitze kurz Farbe annehmen. Das Zitronengras hatte ich vorher mit der stumpfen Seite eines großen Messers mehrere Male traktiert, um die Fasern aufzuweichen – das kitzelt noch mehr Geschmack aus dem Gewürzgras heraus.

Als nächstes gab ich 50 g Chili-Paste (fertig, aus dem Tütchen, aus dem Asia-Laden, medium-scharf) in die Pfanne und mischte diese mit dem Gemüse. Dann folgten die Fisch-Würfel in die Pfanne, kurz danach 140 g Bambussprossen aus der Dose, 400 ml Kokosmilch sowie der Saft von 1 Limette. Bei weiterhin hoher Hitze liess ich die die Flüssigkeit einblubbern und eine geschmeidigere Konsistenz annehmen. Kurz vor Ende der Garzeit gab ich eine Handvoll Zuckerschoten in die Pfanne und würzte mit einigen Spritzern Fischsauce ab.



Zusammen mit dem Basmati-Ofenreis nach Hausrezept gab’s dann einmal mehr eine Exkursion nach Thailand. Fix zubereitet, nicht zu scharf, ohne Jet-Lag und ordentlich lecker.

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Fischfreuden ganz ohne Angelschein

Samstag, 28. März 2015 19:39

Liebe Andrea,

bei der Suche nach frischem Fisch zog es mich einmal mehr weniger an den hiesigen Main, sondern zu dem Fischhändler meines Vertrauens. Denn auch dort bekommt man segenswerterweise und ganz ohne Angelschein eine feine Auswahl regionaler Fisch-Spezialitäten. So kam bei uns nahezu fangfrisch der

Saibling mit Kartoffel-Kräuterpüree und Romanesco

auf den Tisch. Pro Person hatte ich je ein Saiblingsfilet eingeplant und diese in je drei gleichgroße Stücke geteilt. Das die Zubereitung des Fischs heuer eine fixe Sache werden sollte kümmerte ich mich zuerst um die Beilage. Für das Püree setze ich geschälte und halbierte Kartoffeln in Salzwasser auf. Das Kartoffelwasser würzte ich mit einer handvoll frischem Thymian sowie 3 frischen Knoblauchknollen; die Knollen waren zwar frisch, enthielten jedoch nur winzige Zehen, sodass ich die Knollen halbierte und mit ins Kochwasser gab. Vorherige Selbstversuche hatten gezeigt, dass man mit 4-5 mitgekochten Knoblauchzehen die Kartoffeln fein parfümiert bekommt. Im salzigen Wasswerdampf über den Kartoffeln garte ich 1 Romanesco-Kopf. Ich finde, der Romanesco, eine Mischung aus Brokkoli und Blumenkohl, hat äußerlich etwas sehr apartes bis außerirdischwes und ist optisch immer wieder ein Hingucker.

Die trockengetupften Fischfilet-Stücke legte ich mit der Hautseite in eine mit wenig Öl gefüllte, heiße Pfanne. Bei mittlerer Hitze konnte sich sich Fischhaut schon knusprig braten und die Hitze langsam von unten durch das Fischfielt vorarbeiten. Als die Filest an der Oberseite glasig wurden, war es Zeit das Püree komplett durchzupressen, also inklusive Kartoffeln Kräuter und Knoblauch. 1-2 EL Butter, ein Jutsch Milch, ein weiter Jutsch Sahne, ein wenig Muskat und Salz rundeten das Püree ab, das ich zusammen mit dem in seine Röschen zerteilten Romanesco um die Fischfilets auf vorgewärmten Tellern anrichtete.
Die Fischfilets hatte ich vor dem Servieren für wenige Sekunden gewendet und auf dem Teller lediglich mit Meersalz gewürzt.



Der Fisch war nicht nur regional (und damit fürs Gewissen gut), sondern auch arg lecker (was wiederum dem Wohlfühlfaktor zugute kam). Schön also, wenn man für lecker Fisch nicht immer in die Ferne schweifen muss.

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Würfelfisch frisch aus der Pfanne

Sonntag, 1. Februar 2015 14:35

Liebe Andrea,

bei Fisch stellt sich immer wieder die Frage: Am Stück oder als Filet. Und entscheidet man sich dann für’s Filet geht die Fragerei erst richtig los. In der Pfanne oder im Ofen, mit Sauce oder überbacken, am Stück oder in Stücken. Erst nachdem ich ein ordentliches Stück Kabeljau-Loin erstanden hatte kam mir die Idee, dieses mal in Würfel zu schneiden. So entstand

Ausgebackener Kabeljau

mit Tomatensugo und Reisbeilage, der einer ausführlicheren Erwähnung in einem Küchenmonolog wert ist.

Zuerst einmal machte ich mich an die Tomatensauce. Dazu schälte und würfelte ich 1 Zwiebel und gab diese zusammen mit 1 Knoblauchzehe in kleinen Stücken sowie 2 Stangen Sellerie, längst geviertelt und in kleine Stücke geschnitten, mit ordentlich Olivenöl in einen Topf. Während der nächsten 5 Minuten dünstete ich alles bei mittlerer Hitze an und gab noch 2 Sardellenfilets dazu, die sich im heißen Topf langsam zersetzten. Dann schüttete ich 400 g stückige Dosentomaten dazu, füllte die leere Dose mit Wasser, gab dies zusammen mit 1 TL Zucker sowie 3 TL Kapern in den Topf, liess die Sauce auf kleiner Flamme vor sich hinblubbern und weniger werden.

Für den Reis hatte ich den Ofen auf 180° C vorgeheizt und die Würfel von 1 Zwiebel in einem Topf mit 2 EL Butter angeschwitzt. Dazu gab 1 Becher Reis und die 1,5-fache Menge Wasser, würzte mit ein wenig Salz und stellte den Topf mit Deckel für 18 Minuten in den Ofen.

Ein Stück 500 g Kabeljau-Loin teilte ich gleich große Würfel, bestäubte diese mit ein wenig Mehl und wendete den Fisch danach in Semmelbröseln. Nachdem ich reichlich Olivenöl in einer Pfanne erhitzt hatte, gab ich die Fischwürfel ca. 7 Minuten bevor der Reis fertig war in das heisse Fett und backte den Fisch golden aus. Die Fischwürfel nahm ich aus der Pfanne und liess diese kurz auf Küchenkrepp abtropfen.



Zu guter Letzt schmeckte ich die Tomatensauce mit Pfeffer ab und richtete dann Sauce, Reis und Fisch auf den Tellern an. Unabdingbar sind frische Zitronenschnitze, deren Saft dem Fisch noch den finalen Frische-Pepp gibt.
Fazit: Dieses Würfelspiel war ein wahrer Glücksgriff und wird nun sicher regelmässig auf unseren Tellern landen.

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Dill is all around here

Sonntag, 26. Oktober 2014 19:10

Liebe Andrea,

mich wundert es ja immer wieder, dass es ein paar findigen Biologen immer noch nicht gelungen ist (oder diese daran bislang kein Interesse hatten), Dill mit der Salatgurke zu kreuzen. So häufig, wie die beiden gemeinsam aus der Küche rausmarschieren, wäre dies nur eine konsequente Weiterentwicklung der Convenience beim Kochen. Bis es so weit ist, wird es mir weiterhin eine Freude sein, aus Dill, Gurke und ein paar anderen Zutaten einen Gurkensalat anzurühren, der ganz hervorragend als Beilage zum

Dill-Lachs mit Meerrettich-Kartoffel-Gratin

passt. Dazu habe ich (für 4 Personen) ca. 600 g Lachsfilet ohne Haut in gleiche Stücke geschnitten, mit frischem Zitronensaft, Salz, Dill und einer Gewürzmischung – die unter anderem weißen Pfeffer, Korianderkörner, Orangenschale und Jasminblüten enthält – eingerieben. Die abgedeckten Filets stellte ich zum Durchziehen für eine Stunde beiseite.

Für das Gratin schälte ich 5-6 Kartoffeln und schnitt diese in nicht zu dünne Scheiben. Die Kartoffelscheiben schichtete ich dachziegelartig in eine Gratinform und goss eine Mischung aus 200 ml Sahne, 1 Knoblauchzehe (gepresst) und 2 EL Meerrettich darüber. Das Originalrezept sah mehr Meerrettich vor, meine üppig geglaubten Vorräte Sahnemehrrettich entpuppten sich jedoch als Trugschluß und reduzierten sich so auf die verwendete Menge.

Den Gratin schob ich für ca. 40 Minuten in den auf 200° C vorgeheizten Ofen. Zeit genug, sich nun dem Gurkensalat zuzuwenden.

In einer Schale verrührte ich 3 EL Weißweinessig mit 1 EL Senf sowie 1 TL Zucker, Salz und Pfeffer. Danach rührte ich ca. 6 EL Olivenöl hinein und gab eine geschälte sowie in dünne Scheiben geschnittete Salatgurke mit einer kleingewürfelten Zwiebel und ordentlich Dill dazu.



Das Gratin stellte ich auf im Ofen auf die untere Etage und gab dem marinierten Fisch in seiner Gratinform auf der mittleren Schiene die Möglichkeit, sich in ca. 15 Minuten zu einem schmackhaften Gericht zu entwickeln.

Alle drei Komponenten auf einem Teller ergaben dann ein geschmacklich rundes, dilliges Abendmahl. Und einen ganz stolzes Gefühl in unserem kleinen, feinen Blog die 300-Beiträge-Marke erreicht zu haben.

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Sehr schmackhafter Sardinen-Snack

Montag, 13. Oktober 2014 16:53

Liebe Andrea,

in Vorbereitung unserer nächsten Küchen-Analogie kam ich bei unserem Fisch-Dealer nicht um eine Schale frischer und küchenfertig zubereiteter Sardinen vorbei. So gab es bei uns vorab schon einmal frische

Sardinen-Brote

als kleinen Appetizer. Eigentlich wollte ich das schon den ganzen Sommer über mal auf dem Außen-Grill zubereiten. Nun wurde es die Indoor-Variante und ein prima Testlauf für die Leistungsfähigkeit der Grillschlange unseres Ofens.

Die Sardinen waren wie gesagt bereits entkopft und ausgenommen. Ich wendete die Fische lediglich in ein wenig Olivenöl, um eine allzu starke Haftung an den Grillrost zu vermeiden.
Auf dem Rost hatte ich vorher schon ein paar daumendicke Baguette-Scheiben einseitig geröstet, ohne diese zu dunkel werden zu lassen.

Ein weiterer Vorbereitungsschritt war das Zerkleinern von 4 Knoblauchzehen in feine Stückchen und deren Anbraten in ca. 50 ml Olivenöl. Öl und Knoblauch gab ich nach dem Abkühlen in eine Schale und rührte 1 EL Kräuter der Provence darunter.
Die Sardinen reihte ich auf dem Rost einer Reine auf und schob diese unter die rot-erhitzte Grillschlange. Nach 2 Minuten wendete ich die Fische und liess sie die nächsten 4 Grill-Minuten auf der Oberseite schön knusprig werden.



Die gerösteten Baguette-Scheiben bestrich ich großzügig mit dem Kräuter-Olivenöl und legte je zwei der Knusper-Sardinen obendrauf. Final würzte ich mit frisch gepresstem Zitronensaft und Fleur de Sel. Und schon stand ein hochgradig appetitanregender Snack als Auftakt für kommende Leckereien auf dem Tisch.

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Butter bei die Fische!

Sonntag, 10. August 2014 13:03

Liebe Andrea,

natürlich: Es gibt viele Fische, viele Rezepte und viele leckere Varianten, Fisch zuzubereiten. Die eine Zubereitungsart ist mir die allerliebste, wenn es darum geht ein gutes Fischfilet in ein gutes Gericht zu verwandeln. Das Geheimnis in der Zubereitung von

Fischfilet mit Beurre blanc

liegt zum einen in der sanften Garmethode. Und zum anderen in viel kalter Butter, die das Sösschen zu einer Sauce macht.
Vor vielen Jahren habe ich einem Kochbuch vom Sternekoch Dieter Müller gelesen, dass sich Fischfilets auch bei ganz sanfter Hitze zubereiten lassen – der Gegenpunkt zum Mehlieren und dann bei großer Hitze dem Garpunkt entgegenbringen. Da das Eiweiß von Fischfilets bereits bei ca. 50° C gerinnt, reicht tatsächlich eine sanfte Temperatur zum Fischgaren. Gerne und häufig nehme ich Rotbarschfilet, Kabeljau geht auch, diesmal hatte ich das wunderbar feste Filet von einem Heilbutt zur Hand. Dies legte ich in die Pfanne, in der ich bereits ein ordentliches Stück Butter zerlassen hatte. Wie gesagt: Niedrige Stufe, also 3 oder 4 (von 8), reicht. Der Fisch gart quasi im eignen Saft und muss nicht zwingend gewendet werden, was ich aus Zeitgründen dann und wann schon mal mache. Einmal wenden jedoch reicht, da nicht so feste Fischfilets bei dieser Methode schnell brüchig werden.
Während der Fisch also vor sich hingart, lässt sich prima die Beurre blanc zubereiten: Idealerweise schon vorher habe ich eine Reduktion aus 1 Zwiebel, 10 Pfefferkörnern, 2 Lorbeerblättern und 300 ml Weißwein aufgesetzt. Besonders fein wird die Sauce, wenn die feinst gewürfelte Zwiebel zuvorderst in Butter farblos angeschwitzt und dann mit den restlichen Zutaten ergänzt wird. Nachdem sich etwa die Hälfte der Flüssigkeit in Luft aufgelöst hat, gieße ich alles durch ein Sieb ab, gebe die bröckchenfreie Reduktion zurück in den Topf, gieße 125 ml Sahne dazu und lasse sie noch einmal aufkochen. Dann nehme ich den Topf vom Herd rühre mit dem Schneebesen nacheinander 5-6 Stücke eiskalter Butter darunter – ganz prächtig macht sich hier die Verwendung von Salzbutter. Die Sauce sollte nicht mehr kochen und nimmt – der Schneebesen ist dabei im Dauer-Einsatz – eine sähmige Konsistenz an. Kurz vorm Servieren verfeinere ich die Sauce noch mit 200 g Nordsee-Garnelen oder Eismeer-Krabben. Kurz durchziehen lassen und gut ist.



Als Beilage – vor allem für die Sauce – empfehle ich neue Kartoffeln (zum Reinknien!) oder wie im aktuellen Fall einen guten Reis, zum Beispiel Himalaya-Reis, zubereitet nach altem Hausrezept (jedoch ohne Zitrone).
Die fertig gegarten Fischfilets habe ich vorsichtig aus der Pfanne gehoben, auf dem Teller positioniert und mit der Sauce nappiert.
So schmeckt Fisch nicht nur Dieter Müller und mir, sondern jedem hier ganz besonders gut.

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Wenig Brass mit der Brasse

Sonntag, 11. Mai 2014 14:46

Liebe Andrea,

sicher habe ich es an anderer Stelle schon einmal erwähnt, dass die Dorade zu meinen Lieblingsfischen zählt. Dieser Fisch hat nicht nur festes Fleisch und einen feinen Eigengeschmack, er ist auch schnell zubereitet und gottlob auch in unseren Breitengraden regelmässig zu haben. Von den verschiedensten Zubereitungsarten ist mir die

Dorade aus dem Backofen

die liebste. Hier ist der Aufwand überschaubar und das Ergebnis eigentlich immer gut.
Für den vorliegenden Monolog habe ich die Fische auf einem Tomatenbett drappiert, damit das zum Essen gereichte Baguette später auch noch eine tragende Aufgabe bekommen sollte.
Dazu habe ich erst einmal 1 Fenchelknolle in dicke Scheiben geschnitten und diese in Stücke geteilt. Mit einer ebenso zerkleinerten Zwiebel schwitzte ich das Gemüse in ordentlich Olivenöl in einem Topf an. Ich löschte mit einem ordentlichen Schuss Pastis ab und ließ die Flüssigkeit etwas einköcheln, dann kamen 400 g stückige Tomaten sowie 50 g Kräuter der Provence mit dazu. Eine Prise Zucker und Salz sowie Pfeffer aus der Mühle würzten den Sugo.

Nach kurzer Einkochzeitz bei kleiner Flamme verteilte ich den Sugo in einer Reine und legte die geschuppten und ausgenommenen Fische darauf. In jeder Fischbauchhöhle befanden sich je 2 halbierte Knoblauchzehen sowie ein paar Zweige frischer Thymian und Rosmarin.
Die nächsten 20 Minuten verbrachten die Fische im auf 200° C vorgeheizten Ofen und wir mit einem Gläschen Weißwein zum Aperitif.



Der Hauptgang war aromenreich und lecker. Und auch das Weißbrot langte, um die am Ende blitzblanken Teller von der übrigen Sauce zu reinigen.

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