Pures Glück mit weißen Bohnen

Mittwoch, 29. März 2017 9:09

Liebe Andrea,

zum Glücklichsein gehören ja meist zwei Komponenten. Bei mir ebneten das endlich frühlingswarme Sonnenwetter und einmal mehr ein Artikel auf der von mir sehr geschätzten Seite vom Splendido Magazin den Weg Richtung Glück. Und mit dem

Bohnen-Brot-Salat

stand eine wunderbare Speise auf dem Gartentisch, die in der nächsten Zeit sicher noch den einen oder anderen Einsatz zum Aperitif haben wird.
Wenn man vom Job nach Hause kommt und die letzten Sonnenstrahlen im Garten genießen mag kommt es quasi auf jede Minute an. Umso hilfreicher ist die überschaubare Zubereitung des schmackigen Snack-Salats mit Bohnen und Brot.

So man die weißen Bohnen nicht selbst zubereitet, kann man – so wie ich diesmal – auch auf qualitativ hochwertige Fertigware aus dem Glas zurückgreifen.
 Die bereits vorgegarten 250 g weiße Bohnen habe ich kurz abgespült, abtropfen lassen und mit ca. 2 EL weißem Balsamico-Essig in einer Schüssel vermengt.

Danach bereitete ich Brot-Croutons im Ofen zu. Die Brotwürfel hatte ich vor dem Ofengang (200° C Umluft, 10 Minuten) mit Olivenöl, 5 Salbeiblättern (kleingeschnitten) und 1 Knoblauchzehe (kleinstgeschnitten) gewürzt.



Die knusprigen Brotwürfel mischte ich mit den weißen Bohnen, goss ordentlich bestes Olivenöl und sparsamer dunklen Balsamico-Essig darüber, gab 1/2 rote Zwiebel in dünne Ringe geschnitten dazu und schmeckte final mit Meersalz und schwarzem Pfeffer ab. Dazu braucht es noch ein freies Plätzchen in der Abendsonne und ein kühles Glas Weißwein. Fertig ist das bohnenbasierte Glücksgefühl am Feierabend.

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Schwein gehabt zwischen Himmel und Erde

Mittwoch, 15. März 2017 18:52

Liebe Andrea,

wenn man in einem Kölner Brauhaus „Himmel un Ääd“ bestellt, ist die Sache klar: Man bekommt eine gebratene (oder gebackene) Blutwurst mit Apfelkompott (Himmel) und Kartoffelstampf (Erde). Anstatt des Blutwurstrings habe ich auf Reste vom Angrillen am vergangenen Wochenende zurückgegriffen und so gab es mit

Schweinesteaks mit Kartoffel-Apfel-Stampf

eine süßlich-deftige Novität auf unserem Esstisch. Die 3 Nackensteaks vom Schwein, schön durchwachsen, habe ich erst einmal in einem Bräter mit Olivenöl bei hoher Hitze von beiden Seiten knapp 3 Minuten angebraten.
Das Fleisch nahm ich heraus und legte die Scheiben in eine Auflaufform. Im Bratensatz schwenkte ich dann 4 Zwiebeln, die ich vorher geschält, halbiert und dünne Ringe geschnitten hatte.

Während die Zwiebeln nun bei 3/4-Hitze zu Schmorzwiebeln wurden, setzte ich zwei neue Töpfe auf den Herd.
In dem einen Topf kochte ich 4 Kartoffeln, geschält und kleingewürfelt und knapp mit Wasser bedeckt, mit 1 Brühwürfel (Fette Brühe) auf und gab nach knapp 7 Minuten Kochzeit 4 Äpfel, geschält, kerngehäuseentfernt und ebenfalls kleingewürfelt, mit dazu.
In dem zweiten Topf liess ich 1 EL Butter bei mittlerer Hitze aufschäumen, rührte 1 EL Mehl dazu und löschte alles mit 100 ml Weisswein sowie 100 ml Sahne ab. Während der Topfinhalt einmal aufwallte, gab ich 2 EL körnigen Senf dazu.

Zwischenzeitlich hatten die Zwiebeln im Bräter einen ordentlichen Bräunungsgrad erreicht. Die Schweinesteak bedeckte ich mit den Schmorzwiebeln, goss meine Senf-Béchamel darüber und schob die Auflaufform für 10 Minuten in den auf 180° C vorgeheizten Ofen.



Die Apfel-Kartoffeln goss ich ab und fing die Garflüssigkeit auf. Mit der aufgefangenen Brühe verdünnte ich die gestampfte Apfel-Kartoffel-Masse, bis diese die gewünschte Konsistenz – nicht zu fest, nicht zu flüssig – erhielt. Ok ok, aus rein geschmacklichen Gründen rührte ich noch die restlichen 100 ml Sahne dazu, um den angebrochenen Sahnebehälter leer zu haben…
Als dann alles auf dem Teller angerichtet war, streute ich noch klein geschnittene Petersilie drüber und fertig war ein schweinisch leckeres Mahl irgendwo zwischen Himmel und Erde.

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Das Ragout der Lämmer – Pasta, meine Pasta (34)

Sonntag, 12. März 2017 11:01

Liebe Andrea,

diese Woche stand mal wieder ein Pastagericht aus der Rubrik Ohmeingottwieleckeristdasdenn auf unserem Esstisch. Bei überschaubarem Zeitaufwand und Materialeinsatz ein Grund mehr, die Einzelheiten von

Makkeroni mit Lammragout

an dieser Stelle in einem Küchenmonolog festzuhalten. Frisch durchgedrehte 300 g Lammhack gab ich in eine Pfanne, in der ich bereits ca. 3 EL Olivenöl ordentlich aufgeheizt hatte. Das Hack liess ich Farbe nehmen und krümelig werden, dann gab ich 1 rote Zwiebel und 3 Knoblauchzehen, beides fein gewürfelt, sowie die kleingeschnittenen Nadeln von 2 Rosmarinstängeln dazu. Bei reduzierterer Hitze schwitze ich den Pfanneninhalt für weitere 5 Minuten an, dann kam die Tomatenfraktion dazu: 3 EL Tomatenmark, das ich kurz in der Pfanne verrührte, sowie 400 stückige Dosentomaten.

Mit 2 TL Zucker sowie einer generösen Prise Meersalz würzte ich die Sauce, die sich nun bei kleinster Hitze weiterentwickeln durfte, und setzte das Wasser für die Nudeln auf. Das kochende Wasser salzte ich ordentlich und gab die Pasta hinein. Von dem wallenden Nudelwasser schöpfte ich nach und nach zwei Kellen zum Sugo rüber, damit dies nicht zu trocken wurde.



Zwei Minuten vor dem empfohlenen Garzeitende schüttete ich die Makkaroni ab und vermengte diese mit dem Sugo in der Pfanne. Zwischenzeitlich hatte ich für die, dies’s dazu mögen, frischen Parmesan gerieben, verteilte die Pasta auf Tellern und würzte die Portionen von denen, die es mögen, frisch mit Pfeffer. Der Rest war pures Glücksgefühl, begleitet von einem leckeren roten Landwein.

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Quickie mit Quiche

Dienstag, 14. Februar 2017 11:19

DIESER BEITRAG ENTHÄLT WERBUNG.

Liebe Andrea,

auf der Suche nach der schnellen Nummer zum Abendessen wurde ich einmal mehr in dem – laut Eigentitel – Einfachsten Kochbuch der Welt fündig. So gab es in der nahezu der gleichen Zeit, in der es auch ein Fertiggericht auf den Tisch geschafft hätte, mit der

Blätterteig-Quiche

eine Ratzfatz-Variante zu der teigbedingt zeitintensiveren Mürbeteig-Quiche. Während der Ofen auf 180° C Umluft vorheizte, legte ich eine quadratische Auflaufform mit Fertig-Blätterteig inklusive Packpapier aus und schnitt den überstehenden Rand ab.

Den Blätterteig belegte ich mit 5 Scheiben Kochschinken, den ich vorher in dünne Stifte geschnibbelt hatte. Ich verquirlte 3 Eier, rührte 250 g Crème Fraîche darunter und rieb knapp 150 g Bergkäse dazu. Die Eier-Käse-Sahne-Masse würzte ich mit Salz und Pfeffer und goss sie über den Schinken in die Auflaufform.



Jetzt war der Ofen auch schon auf Betriebstemperatur und ich schob die Auflaufform für knapp 40 Minuten in die heiße Umluft. Voilà! Auch ohne die sonst von mir durchaus geschätzte Salatbeilage schmeckte die – in punkto Arbeitsaufwand – Express-Variante der Quiche großartig, mehr als befriedigend.

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Ein Rezept gegen die Kälte

Donnerstag, 9. Februar 2017 12:55

Liebe Andrea,

hierzulande herrscht mal wieder richtig Winter. Das ist schön. Zumindest solange, wie man durchgefroren nach Hause kommt und durch eine wärmende Mahlzeit schnell wieder normale Betriebstemperatur erreicht. Einen wahrlich warmen Empfang bereitete ich dieser Tage mit relativ überschaubarem Zeitaufwand zu. Der Ergebnis, das sich durch den

Linseneintopf mit Salsiccia

jedoch in Form von Glücksgefühl und Körperwärme verzeichnen liess, war mehr als wohltuend. Wie bei nahezu jedem guten Eintopf musste auch ich erst einmal etwas schnippeln: 2 Zwiebeln, 2 Selleriestangen, 2 Knoblauchzehen und 3 Karotten putze bzw. schälte ich und zerkleinerte alles in kleine Würfel.

In einem großen Topf schwitzte ich das kleingeschnittene Gemüse in reichlich Olivenöl sanft an. In einem Sieb spülte ich 300 g Linsen mit Wasser ab und gab diese – gut abgetropft – zum Gemüse. Das Ganze löschte ich mit 300 ml Rotwein ab und liess diesen um etwa die Hälfte einkochen. Danach gab ich 800 g Dosentomaten dazu, würzte mit 1 EL Kräuter der Provence und goss 750 ml Gemüsebrühe dazu.

Bei mittlerer Hitze dürfte sich nun in knapp 60 Minuten lang aus den einzelnen Zutaten die Grundlage für einen wohlschmeckenden Eintopf bilden. In der letzten Koch-Viertelstunde kochte ich 6 Salsiccia im Topf mit. Kurz vor dem Servieren nahm ich die Würste dann wieder raus, schnitt sie in grobe Stücke, mischte sie wieder im Topf unter und liess alles noch 5 Minuten ziehen.



Den Linsen-Eintopf schmeckte ich mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer sowie 2 TL Zucker ab, zum Finalsiegen des individuellen Geschmacks stelle ich weißen Balsamico-Essig mit auf den Tisch. Beim Essen wurde es dann wohlig warm – und die kulinarische Hausapotheke war um ein wohlschmeckendes Rezept reicher.

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Filmreifer Auflauf mit Blumenkohl

Freitag, 3. Februar 2017 19:06

Liebe Andrea,

der Winter hat kulinarisch schon das eine oder andere zu bieten. Auch, wenn er das ganze Jahr verfügbar ist, verbinde ich Blumenkohl tendenziell immer mit der kalten Jahreszeit. Und eine meiner kulinarischen Kindheitserinnerungen ist gekochter Blumenkohl mit einer dicken Schicht aus Semmelbröseln, die vorher in aufgeschäumter Butter geröstet wurden. Über den Kinderteller hinausgeblickt finden sich zahlreiche Rezeptvorschläge dazu, was man mit dem Blumenkohl so alles machen kann. Aktuell wetteifern ja diverse Food-Kanäle im Internet um die Gunst und den Hunger der Zuschauer. Dabei wird mit einer starr fixierten Kamera von oben immer eine Herdplatte gezeigt, auf der dann leckere Speisen entstehen. Bei den Kollegen von Leckerschmecker stolperte ich letztens über eine Blumenkohl-Zubereitung, die auch meine Geschmackssinne erreichte. Gesehen, getan. So gab es bei uns Blumenkohl, der als

Überbackener Blumenkohl-Auflauf

dampfend aus dem Ofen kommt. Und gerade an kalten Wintertagen bring allein schon der Gedanke, den Ofen einzuschalten, ein wenig Wärme und daraus resultierende Kochgedanken mit sich.
Den Blumenkohl dünste ich lieber, als ihn in heißem Wasser zu ertränken. Im Dampfeinsatz über heißem Salzwasser lässt sich ein in seine Röschen geteilter Blumenkohlkopf in knapp 15 Minuten gardünsten.

Während der Blumenkohl vor sich hindünstete, rührte ich die Sauce an: In knapp 1 EL Butter schwitzte ich 1 Knoblauchzehe an, die ich vorher kleingewürfelt hatte. In den Topf rührte ich 2 EL Mehl und löschte mit 400 ml Milch ab. Dazu rührte ich 1 EL Schmelzkäse und 4 Scheiben Cheddarkäse, die ich vorher in kleine Würfel geschnitten hatte.

In einer separaten Pfanne hatte ich noch 10 Scheiben Frühstücksspeck knusprig gebraten und zum Abtropfen auf Küchenkrepp zwischengelagert. 5 krosse Speckscheiben zerbröselte ich mit den Fingern und gab diese Brösel zusammen mit den gedünsteten Blumenkohl-Röschen zur nun homogenen Käsesauce und mischte alles ordentlich durch.



Die Sauce mit Blumenkohl-Inhalt füllte ich in eine Auflaufform, pfefferte alles und streute die kleingeschnittenen Streifen von 4 Scheiben Cheddar, den restlichen Bacon in Bröseln sowie die Ringe von 3 Stängeln Frühlingszwiebeln darüber. Die folgenden knapp 30 Minuten durfte das alles im auf 180° C vorgeheizten Ofen eine goldbraune Kruste bekommen. Und schon war er fertig, mein veritabler Blumenkohl-Auflauf mit wohltuender Wirkung, der es anderswo sogar schon zu Filmruhm gebracht hat.

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Gefillte Fische zum analogen Sonntag

Mittwoch, 1. Februar 2017 17:36

Liebe Andrea,

endlich mal wieder zusammen kochen, also zumindest ganz in unserem analogen Sinne! Inspirationsquelle für unsere neueste Analogie war eins dieser zahlreichen, derzeit im Netz kursierenden Kurzfilmen, in dem, von oben mit statischer Kamera gefilmt, im Zeitraffer die leckersten Sachen entstehen. So standen wir – jeder für sich – in seiner Küche und werkelten an einer Analogie, die man im weiteren Sinne als

Gefülltes Lachsfilet mit Spinat

bezeichnen könnte. Basis für dieses Mahl jedenfalls ist ein ordentliches Stück Lachs, idealerweise Lachsfilet mit Haut. Meine 600 g Lachsfilet teilte ich vor der Weiterverarbeitung in zwei Stücke, um diese handlicher waagerecht so aufzuschneiden, dass eine aufklappbare Tasche entsteht.

Für die Füllung habe ich 300 g Babyspinat in Salzwasser blanchiert, in Eiswasser gebadet, sanft ausgedrückt und mit 100 g Feta sowie 10 getrockneten Tomaten vermischt. Den Feta hatte vor dem Mischen zerbröselt, die in Öl eingelegten Trockentomaten kleingeschnitten. Auch mischte ich 1 Knoblauchzehe in kleinen Stücken sowie 3 zerkleinerte Walnusskerne darunter und würzte abschließend mit Muskat und Pfeffer.

Das Innere des aufgeklappten Lachsfilet beträufelte ich mit Olivenöl und salzte und pfefferte dieses. Die Spinat-Feta-Tomaten-Mischung verteilte ich nun großzügig auf dem Inneren des Lachsfilets und klappte es zusammen. Nachdem ich auch die Außenseite des Filets mit Öl, Salz und Pfeffer versehen hatte, schob ich die Filets auf einem Backblech mit Backpapier für knapp 25 Minuten in den auf 150° C vorgeheizten Ofen.



Als Beilage zum Fisch hatte ich mit Tagliatelle ausgesucht, diese hätte es jedoch gar nicht gebraucht. Denn: Das fertige Lachsfilet ist nahrhaft und sättigend ganz von sich aus und bedarf gar keiner zusätzlichen Beilage. Allein den Knoblauch würde ich bei einer Wiederholung vor dem Füllen sanft anschwitzen; dieser drängte sich als einziger geschmacklicher Störenfried in den Vordergrund.

Ansonsten: Schmackofatz! Und wieder einmal eine Bereicherung für unsere analoge Rezeptesammlung.

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Ein Lachs kommt selten allein

Mittwoch, 1. Februar 2017 17:35

Lieber Christoph,

da es selten genug vorkommt, dass wir echt analog kochen, musste diesmal ein besonderes Rezept zur Feier des (Sonn-) Tages her. Im Netz hatten wir ein Video entdeckt, in dem

Gefülltes Lachsfilet 

zubereitet wurde. Ich habe mich dazu entschieden, den Lachs in der Papillote zuzubereiten, also in Backpapier eingewickelt.

Zum Zwecke der Zeitersparnis habe ich 300 g TK-Blattspinat auftauen lassen. Diesen gab ich in eine große Schüssel, denn es sollten sich noch einige Zutaten dazugesellen. Z.B. 75 g Pinienkerne, die ich in der trockenen Pfanne angeröstet habe, um sie dann vermittels eines Messers in feine Stücke zu hacken. Eine Handvoll Cocktailtomaten (leicht gesalzen und gepfeffert) habe ich geviertelt und dann noch 1 Stück Feta in die Schüssel gebröselt. Zuletzt gab ich 2 fein gehackte Knoblauchzehen dazu und verrührte alles kräftig. Weiteres Gewürz gab ich nicht dazu.

Als die Mischung fertig war, habe ich 600 g Lachsfilet (mit Haut) in Portionen geteilt und längs aufgeschnitten. Innen und außen gab ich Salz, Pfeffer und etwas Olivenöl auf die entstandenen Flächen und befüllte die Lachsstücke dann mit der Spinatmischung. Dann drehte ich das Backpapier an den Enden zu und gab die vier Papilloten für ca. 20 Minuten in den auf 170 °C vorgeheizten Ofen.



Da mir das Lachsfilet auf dem Teller etwas einsam vorkam, habe ich Basmatireis dazugereicht. Das wäre aber gar nicht nötig gewesen, der Lachs hätte es auch alleine geschafft, uns zu sättigen. Ein wunderbares Gericht, schnell zubereitet und sehr schmackhaft.

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Nudeln für das schnelle Glück – Pasta, meine Pasta (33)

Sonntag, 22. Januar 2017 11:08

Liebe Andrea,

es ist doch immer das Gleiche: Man bekommt urplötzlich Hunger, reißt den Kühlschrank und sämtliche Türen von Vorratsschränken auf und steht rätselnd vor der Aufgabe, aus den vorhandenen Zutaten auf die Schnelle etwas Leckeres zu zaubern. Nachdem ich den ersten Ärger beiseite gewischt hatte, wieder einmal nicht vorausschauend das Essen für die Woche durchgeplant zu haben, machte ich mich an die Bestandsaufnahme. Der Mozzarella musste weg, bevor er eigene Füße bekam. Und so stand er schnell der Entschluss fest,

Spaghetti mit Tomaten-Mozzarella-Sauce

auf den spontanen Speiseplan zu setzen. Denn bei aller Ungeplantheit finden sich dann ja – gottlob – doch noch immer genügend Zutaten aus der „stillen Reserve“.

So würfelte ich 2 Knoblauchzehen nach dem Schälen kleinst und schwitzte die Würfel sanft in Olivenöl an. Dazu gab ich dann knapp 10 getrocknete Tomaten, die ich vorher in Streifen schnitt; die Tomaten waren in Olivenöl und Kräutern eingelegt und verfügten über ein ordentliches Aroma. Als nächstes goss ich 150 ml Sahne an und gab 1 Kugel Mozzarella dazu. Den Mozzarella hatte ich – nach dem Schmeckt-der-überhaupt-noch-Test – klein gewürfelt.

Während sich die Sauce auf kleiner Hitze unter stetem Rühren nun quasi zubereitete, setzte ich Salzwasser auf und kochte 200 g Spaghetti al dente.



Die abgetropften Nudeln gab ich in die Pfanne zur Sauce, vermengte alles und pfefferte mit Rücksicht auf die Jugend erst auf dem Teller. Und am Ende war wirklich wieder alles das Gleiche: Die Erkenntnis, auch ohne straff organisierten Speiseplan über die Runden zu kommen, lag sich glücklich und zufrieden grinsend mit dem Geschmack eines leckeren Pasta-Gerichtes in den Armen.

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Nürnberg meets Leipzig

Samstag, 7. Januar 2017 15:39

Liebe Andrea,

hin und wieder entdecke ich in den Untiefen des Kühlschranks, dass das Kühlschrank-Licht gar nicht kaputt ist. Kurz: Ein mit viel zu viel Vorräten vollgestopfter Kühlschrank braucht in regelmäßigen Abständen eine Expedition in die kühlen Tiefen und fördert die eine oder andere Änderung des Speiseplans hervor. Erst kürzlich fand ich einen 12er-Pack Nürnberger Würstchen, deren MHD immerhin noch nicht abgelaufen war und die sich somit als spontanes Abendessen anboten. Aber schon wieder mit Kartoffelstampf und ordentlich Senf (so mag ich die Würstchen eigentlich am liebsten) hatte ich diesmal keine Lust. Beim Blick ins Gemüsefach drängten sich dann noch ein paar Karotten auf – und so stand schon kurze Zeit später

Nürnberger Wurst-Gulasch

auf dem Tisch. Man könnte es auch Nürnberger Allerlei nennen, aber im Leipziger Original ist dann noch mehr Gemüse drin als in meiner fränkischen Variante.

Zuerst einmal schwitzte ich in einer Pfanne mit Olivenöl 12 Nürnberger Würstchen an, die ich vorher jeweils in drei Teile geschnitten hatte. Nachdem die Würstchen den von mir gewünschten Bräunungsgrad erreicht hatten, nahm ich die Wurststücke aus der Pfanne und gab das Gemüse ins Bratfett: 1 Zwiebel, kleingehackt, 2 Möhren, die ich nach dem Schälen erst längs geviertelt und dann in kleine Stücke geschnitten hatte, sowie 3 Kartoffeln, geschält, in drei Scheiben geschnitten und diese gewürfelt.

Nach kurzem Rühren und Braten streute ich 1 EL Mehl ein, vermengte den Pfanneninhalt und goss 0,5 l Gemüsebrühe dazu. Bevor ich den Deckel auflegte und alles bei mittlerer Hitze knapp 15 Minuten schmurgeln liess, rührte ich noch 1 EL Senf dazu.



Nachdem das Gemüse gargekocht war, gab ich die Wurststücke zum Wiederaufwärmen in die Pfanne und schmeckte mit Pfeffer ab. Zum Servieren und Garnieren streute ich noch frisch gehackte Petersilie darüber und sass dann vor einem Teller Allerlei, der sogar den kleinen Mitessern des Hauses ganz besonders mundete.

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