Beitrags-Archiv für die Kategory 'Monologe Küche'

Universelles aus dem Thai-Universum

Freitag, 7. August 2015 9:25

Liebe Andrea,

seit Jahr und Tag steht in meiner Rezeptekladde unter dem Titel „Exkursion nach Thailand“ eine Bauanleitung für ein thailändisches Pfannengericht. Das Schöne daran ist, dass sich dieses Rezept in punkto Gemüse, Fisch oder Fleisch beliebig variieren lässt. Am Ende schmeckt’s dann jedoch immer nach „weiter weg“. Die Augen eines Asiaten mögen sich bei dieser Vorgehensweise womöglich noch mehr verengen, so, wie es uns graust, wenn wir einen schlecht wiedergegebenen Dialekt hören. Aber für den Asia-Laien ist diese Vorgehensweise recht gelingsicher.

Und auch im Dunstkreis des heimischen Herds kann ich durchaus mit dem

Thailändischen Curry

punkten. Anstatt Hühnchen oder anderer Fleischstreifen, die man 1:1 als Ersatz nehmen kann, nahm ich diesmal 3 Kabeljau-Loins. Da die Loins dick genug und tiefgefroren waren, liess sich der Fisch besonders gut mit einem scharfen Messer in passable Würfel teilen.

Des weiteren schnitt ich mir 100 g Mini-Auberginen (halbiert) sowie 2 rote Zwiebeln (halbiert und in Streifen) zurecht. Beides gab ich zusammen mit 3 Stängeln Zitronengras mit ausreichend Erdnussöl in eine Pfanne und ließ das Gemüse bei hoher Hitze kurz Farbe annehmen. Das Zitronengras hatte ich vorher mit der stumpfen Seite eines großen Messers mehrere Male traktiert, um die Fasern aufzuweichen – das kitzelt noch mehr Geschmack aus dem Gewürzgras heraus.

Als nächstes gab ich 50 g Chili-Paste (fertig, aus dem Tütchen, aus dem Asia-Laden, medium-scharf) in die Pfanne und mischte diese mit dem Gemüse. Dann folgten die Fisch-Würfel in die Pfanne, kurz danach 140 g Bambussprossen aus der Dose, 400 ml Kokosmilch sowie der Saft von 1 Limette. Bei weiterhin hoher Hitze liess ich die die Flüssigkeit einblubbern und eine geschmeidigere Konsistenz annehmen. Kurz vor Ende der Garzeit gab ich eine Handvoll Zuckerschoten in die Pfanne und würzte mit einigen Spritzern Fischsauce ab.



Zusammen mit dem Basmati-Ofenreis nach Hausrezept gab’s dann einmal mehr eine Exkursion nach Thailand. Fix zubereitet, nicht zu scharf, ohne Jet-Lag und ordentlich lecker.

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Tomatenbrot, knusprig-lecker

Dienstag, 4. August 2015 21:14

Liebe Andrea,

sie laufen einem immer wieder über den Weg: Bruschetta und Crostini. Dabei ist es irgendwie gar nicht so leicht, die beiden auseinander zu halten, denn am Ende des Tages handelt es sich bei den beiden um geröstete Brotscheiben mit Belag.

Während Crostini jedoch meist mit Wurst oder Hühnerleber angeboten werden, kommt der Kollege meist als

Bruschetta mit Tomaten

daher. Und da wir ja aktuell Zugriff auf wahrlich leckere Paradeiser haben, gibt’s bei uns derzeit immer wieder – schnell gemacht und ebenso fix verputzt – die Röstbrotvariante mit Tomate.

Für das Bruschetta habe ich ein Baguette in Scheiben geschnitten und das Brot unter dem Grill des Ofens goldbraun geröstet. Parallel dazu schnitt ich Tomaten in Würfel und entsorgte die dabei aus dem Fruchtfleisch austretende Flüssigkeit. Dazu gab ich eine handvoll frisch geschnittenen Basilikum sowie 2 Knoblauchzehen in kleinen Stücken.

Dann würzte ich mit einer Prise Zucker, Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer und rührte gutes Olivenöl unter die Mischung.



Ein großer Löffel half mir, die fertig gerösteten Brotscheiben generös mit dem Tomaten-Basilikum-Knoblauch-Olivenöl-Mix zu belegen.

Immer wieder aufs Neue stellen die knusprigen Bruschetta einen leckeren Auftakt zum Aperitif und damit den Start eines gelungenen Abends dar.

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Gestern gab’s grandios gesundes gewürfeltes Gemüse

Donnerstag, 30. Juli 2015 8:47

Liebe Andrea,

die einfachsten Dinge sind doch meist die besten. Eine hochgradig leckere Gemüsevariation zu einem gelungenen Veggie-Day gab es gestern bei uns aus dem Ofen. Das gewürfelte

Ofengemüse mit Schafskäse

war ordentlich schmackhaft und glänzte zudem durch eine schnelle und einfache Zubereitung. Zuerst einmal schnibbelte ich das Gemüse klein: 1 Aubergine, 1 Zucchini, 1 gelbe Paprika, 1 Schälchen Naschpaprika sowie 200 g Schafskäse schnitt ich in Würfel bzw. kleine Stücke.
Das Gemüse und den Käse mischte ich mit 1 EL Kräuter der Provence und 2 EL Olivenöl in einer Reine und gab 1 rote Zwiebel in viertel Ringen darüber.

Der Gemüse-Topf wanderte dann für knapp 30 Minuten in den auf 180° C vorgeheizten Ofen. Und das war’s dann auch schon.



Dazu reichte uns schlichter Bulgur, der mit Meersalz gewürzt und mit 2 Teilen heißem Wasser aufquellte und dann schon fertig war.
Am Tisch konnte dann jeder mit (gutem) Olivenöl nach Wunsch nachjustieren. Aber die Grundgemüsebasis war schon so lecker, dass das Gemüse Appetit auf einen ordentlichen Nachschlag machte.

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Thunfisch gegen die Langeweile

Dienstag, 28. Juli 2015 9:14

Liebe Andrea,

was als Pausenbrot auf dem Schulhof beginnt, setzt sich im späteren Leben häufig als Sandwich fort. In Sachen Schul-Pausenbrot war ich nun wirklich nicht verwöhnt. Zwei Scheiben Graubrot oder Vollkornbrot, Butter, Scheibe Wurst oder Käse, fertig. Mit neidvollem Blick schielte auf die progressiveren Modelle mancher Mitschüler. Einer hatte, ganz rebellisch für die damalige Zeit, immer wieder Pausenbrote, die aus einer Scheibe Vollkornbrot (total gesund) und Toastbrot (total verpönt) bestanden. So schmeckte schon die Standard-Wurstscheibe in der Mitte wesentlich spannender.

Nun sind seit meiner Pausenbrotzeit auf dem Schulhof doch einige Tage vergangen und auch bei uns hat sich mittlerweile die Pausenbrotkultur weiterentwickelt. Zeit also, sich nun dem nächsten Kapitel zuzuwenden: Leckeren Sandwiches. Ein großer Klassiker und immer wiederkehrender Wegbegleiter von mir ist das

Thunfisch-Sandwich Pain Bagnant

in seinen unterschiedlichsten Darreichungsformen. Meine Bauanleitung für ein schmackhaftes Thunfisch-Sandwich findest Du in den folgenden Zeilen.

Zunächst einmal braucht es gescheites Baguette. Das ist hierzulande nicht immer einfach zu finden, aber ein beträchtlicher Teil der Sandwich-Miete. Das längs auf- aber nicht durchgeschnittene Baguette streiche ich auf der Unterseite mit einer Mischung aus 1 Dose Thunfisch (natur, abgetropft) und 2 EL Mayonnaise ein.

Dann gibt’s den weiteren Belag drauf: 1 gekochtes Ei in Scheiben, einige Scheiben Salatgkurke, Tomatenscheiben, dünne Ringe von 1 roten Zwiebel und Salat, z.B. Rucuola. Wer mag, kann die innere Oberseite des Baguette mit Salzbutter bestreichen oder den Salat mit einer weiteren Schicht Thunfisch-Mayonnaise toppen.
Apropos Mayonnaise: Diese habe ich ohne viel Tamtam und Zusatzstoffe ganz schnell so hergestellt: 1 Eigelb, 1 TL Senf, 1 TL Weißweinessig sowie 2 Prisen Meersalz in einem Rührbecher mit dem Stabmixer verrühren und unter Weiterrühren in einem dünnem Strahl Sonnenblumenöl hineinfliessen lassen, bis alles die passende Konsistenz hat.



Dann geht es daran, das gefüllte Brot mit sanften Druck in kompakte Form zu drücken. Auch hier ist, wie beim späteren Verzehr auch, die Verwendung zweier Hände dringend empfohlen. Zum einen, weil man das leckere Sandwich erst einmal gar nicht mehr aus den Händen legen mag; zum anderen, weil sich nur so in vielerlei Hinsicht die Form wahren lässt. Ein zufrieden gesättigter Blick und das gute Gefühl, wieder einmal den grauen Broten eins ausgewischt zu haben, sind die verdiente Belohnung.

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Zucchini in Reih und Glied antreten lassen

Sonntag, 26. Juli 2015 13:42

Liebe Andrea,

natürlich ist es schön, einen konkreten Essenplan auch für’s Wochenende zu haben. Aber mindestens genauso schön ist es, nach (oder anstatt) dem Studium der Wochenendzeitung einen Stapel Kochbücher nach der notwendigen Inspiration zu durchstöbern. Ein wichtiges Entscheidungskriterium dabei sind die im Kühlschrank vorhandenen Vorräte oder aber das, was man sich so an saisonalen Wünschen auf seine Anschaffungsliste gesetzt hat.
So entstehen immer wieder neue, schöne Anlässe, den Kochlöffel zu schwingen. Im Laufe der letzten Woche wurden wir innerfamiliär mit einem größeren Konvolut Zucchini und Salatgurken bedacht. Und so wundert es nicht weiter, dass ich nach dem Studium eines meiner gern konsultierten Kochbücher vom 365-Tage-Koch Stépahne Reynaud eine neue Variation von

Gefüllte Zucchini mit Hackfleisch

zubereitete. Für drei Personen nahm ich 4 Zucchini, die ich quer halbierte und dann je nochmal in zwei Stücke schnitt. Die Endstücke entdeckelte ich, hob diese Deckel auf und höhlte alle Zucchini-Stücke mit einem kleinen Löffel einseitig aus; nach unten hin liess ich somit einen Boden in den Zucchini-Zylindern.

Das Zucchini-Innere hackte ich mit einem großen Messer klein und mischte es mit den fein geschnittenen Würfeln von 1 Zwiebel. Diese Mischung gab ich in eine mit Olivenöl erhitzte Pfanne und dünstete alles zusammen an. 2 Knoblauchzehen in kleinen Stücke sowie die Blätter von ca. 20 Stängeln Thymian – diese hatte ich zwischen Daumennagel und Zeigefinger von den Stielen gelöst – gab ich zwischendurch auch noch dazu.

250 g Lammhack vermischte ich mit 1 Ei, ordentlich schwarzem Pfeffer und Zitronenpfeffer, Meersalz und dem abgekühlten Pfannengemüse und füllte dies in die ausgehöhlten Zucchini, die ich aufrecht in einer Auflaufform platzierte. Über alles gab ich dann noch 300 ml heiße Gemüsebrühe, damit die ganze Chose später nicht zu trocken geriet. Während die Zucchini nun für ca. 30 Minuten in den auf 160° C vorgeheizten Ofen wanderten, machte ich mich an die Beilage: Reis.

Dazu schnitt ich 1 Zwiebel in feine Würfel und schwitzte diese mit 2 EL Butter bei mittlerer Hitze in einem Topf an. Dann gab ich 1 Becher Reis dazu dazu und liess diesen unter Rühren ein wenig akklimatisieren. Als nächstes groß ich 2 Becher Wasser dazu, rührte 3 EL Ajwar darunter liess den Reis bei kleinster Stufe und gelegentlichem Rühren quellen.



Ziemlich zeitgleich waren Zucchini und Reis dann fertig, die sich geschmacklich beide darüber freuten, gemeinsam auf dem Teller ein aromatisch feines Team zu bilden.
Was soll ich sagen!? Auch ich teilte mit Genuss diese Freude.

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Backe, backe Brötchen

Sonntag, 19. Juli 2015 14:28

Liebe Andrea,

nachdem ich vor ein paar Jahren das erste mal davon erfuhr, dass in unseren Aufbackwaren gerne auch Substanzen verwendet werden, die aus Menschenhaar gewonnen werden, verging mir bis auf weiteres der Appetit auf jegliches Fertigbackzeugs. Das verwendete L-Cystein ist eine Aminosäure, die vor allem in industriell gefertigten Backwaren zu finden ist. Ein haariges Thema, weiss man doch oft nicht, woher das Brot stammt, das man hier und da gereicht bekommt.

Umso erfreuter machte mich kürzlich ein Blog-Beitrag unsers sehr geschätzten Herrn Grün über selbst gemachtes Brot. Nun endlich fand ich den Weg in „meine Backstube“ und machte mich ans Werk. Für die

Italienischen Brötchen nach Herrn Grün

braucht es etwas Zeit und sehr übersichtliche Zutaten. Das wichtigste ist das Mehl, dieses sollte dem Typ 550 entsprechen. Laut Hersteller ist dieses Mehl backstark und für alle Hefeteige und Brote geeignet.

275 g Weizenmehl vom Typ 550 also werden mit 5 g Frischhefe, 10 g Olivenöl, 10 g flüssigem Honig, 1 gehäuften TL Meersalz und 175 ml lauwarmen Wasser in eine Rührschüssel gegeben und 2 Minuten mit dem Knethaken auf unterster Stufe bearbeitet. Hernach wird der Teig mit höchster Knethakenstufe so lange geknetet, bis er sich als Kugel von der Schüssel ablöst.

Den Teig ließ ich, kugelig wie er war, mit einem feuchten Tuch abgedeckt 30 Minuten in der Schüssel ruhen und gehen. Die folgenden Arbeitsschritte lassen erahnen, warum Bäcker in aller Regel früh auf den Beinen sind. Denn in der Ruhe – und vor allem der Zeit – liegt auch hier die Kraft. Nachdem ich den Teig ein paar Minuten mit bemehlten Händen auf der bemehlten Arbeitsplatte kräftig durchgeknetet hatte, sah der weitere Rezeptverlauf vor, den Teig zu einem Quadrat auseinanderzudrücken. Von diesem Quadrat werden nun jeweils die Ecken eingeklappt und der Teig für weitere 20 Minuten unter dem feuchten Küchentuch gelagert.

Danach wird der Teig abermals in die quadratische Breite gedrückt, wieder eckenweise eingeklappt und zugedeckt. Da wohl auch beim Backen aller guten Dinge drei sind, erfolgt nach 20-minütiger Ruhezeit das selbe Procedere. Kurz: Insgesamt dreimal wird der Teig ins Quadrat gedrückt, über die Ecken eingeschlagen und 20 Minuten von einem feuchten Tuch bedeckt.

Dann endlich kann’s weitergehen. Den Teig habe ich in vier Stücke geteilt, in längliche Form gerollt und – ganz wichtig – in ein Baguetteblech gelegt. Das Baguetteblech hält die Teiglinge in Form und verleiht dem späteren Backwerk die nötige Knackigkeit. Apropos knackig: Eine mit Wasser gefüllte Reine im auf 230° C aufgeheizten Backofen trägt ebenfalls ihren Teil für eine knusprige Kruste bei. Die Brötchen in spe habe ich noch auf der Oberfläche angeritzt und mit Mehl bestäubt, dann kam mein Backwerk für knapp 12 Minuten in den Ofen.



Fertig sind die Brötchen, wenn die Kruste es farblich verkündet. Sicher: Aufbackbrötchen sind in aller Regel fixer zubereitet. Aber: Meine Brötchen enthielten keine ellenlangen – geschweige denn haarigen – Zutaten, die mit Es, Ähs und Bähs verbrauchergerecht verklausuliert sind. Und ja: Selber Brotbacken macht mächtig stolz. Und glücklich.

Muss ich an dieser Stelle wirklich erwähnen, wie lecker diese wunderbaren selbst gebacken Brötchen waren? Ich tu’s trotzdem: Grossartig war’s! Und ab jetzt werde ich regelmässig kleine Brötchen backen!

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Dinge, von denen man nicht genug bekommen kann

Freitag, 17. Juli 2015 14:53

Liebe Andrea,

die Rezepte-Sammlung in unserem analogen Küchen-Blog wächst stetig an. Und immer wieder stelle ich nach dem Kochen (und Dokumentieren per Kamera) fest, dass wir das eine oder andere Gericht bereits behandelt und unserer geneigten Leserschaft vorgestellt haben. So bleibt mir bei der heutigen Variante der

Gebratenen Lammkoteletts mit Couscos und Pimientos de Padron

nur über eine Abwandlung bestehender Küchenmonologe zu berichten. Aber es ist – mal wieder – die perfekte Zeit für Sommergerichte, die fix zubereitet sind und somit die Wohlfühlzeit im Garten verlängern. Dinge, von denen man einfach nicht genug bekommen kann!

Für den Couscous habe ich 1 rote Zwiebel, 2 Stangen Sellerie und 1 große Karotte in kleine Würfel geschnitten. Die Karottenwürfel dünstete ich zusammen mit den Selleriestücken in einem großen Topf mit Olivenöl sanft an und gab dann die Zwiebeln dazu.

Für die Gemüsewürzung hatte ich 1 EL Korindersamen und 1 EL Kreuzkümmel kleingemörsert. Es folgten 1 große Tasse Instant-Couscous und 1 EL Instant-Hühnerbrühe in den Topf. Nachdem ich alles alles einmal umgerührt hatte goss ich 1 Tasse heißes Wasser nach. Mit aufgelegtem Deckel liess ich den Couscous nun ein paar Minuten quellen.

Für den passenden Dipp habe ich 250 ml Joghurt (je fetter, desto lecker) mit dem Saft von 1 Zitrone, einer ordentlichen Prise Salz, 1 Döschen Safran sowie 1 TL Koriandersamen (kleingemörsert) sowie 1 TL Kreuzkümmel (ebenfalls kleingemörsert) verrührt und etwas ziehen lassen.

Die Pimientos de Padron, in unseren Breiten auch gern Bratpaprika genannt, habe ich gewaschen, trockengetupft und in einer großen Pfanne mit reichlich Olivenöl rundherum angebraten. Die Teile brauchen lediglich mit Meersalz gewürzt zu werden, um schon himmlisch lecker zu schmecken! Der Paprikabestand schwand zusehends als Instant-Tapas, während ich die Lammkoteletts zubereitete.

Die Lammkoteletts gab ich mit ein paar Stängeln Rosmarin und ein paar Zehen von frischem Knoblauch in eine vorgeheizte Pfanne und brutzelte das Fleisch kurz von beiden bei großer Hitze knusprig; idealerweise ist das Lamm dann innen noch zartrosa. Als Gewürz reichen hier Meersalz und frische Zitronen.



Den Couscous lockerte ich mit einer Gabel auf und arbeitete dabei 2 EL Salzbutter sowie frisch gehackten Koriander unter.

Nachdem alle einzelnen Bestandteile auf den Tellern angerichtet und die Gläser ausreichend mit kühlen Rosé-Wein gefüllt waren, stand einem weiteren lauen Sommerabend nichts mehr im Wege. So schmeckt mir der Sommer immer wieder richtig gut!

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Villariba. Villabajo. Villaegalenkirchen.

Montag, 6. Juli 2015 7:47

Liebe Andrea,

aller guten Dinge sind drei. Nachdem ich schon zweimal an dieser Stelle Küchen-Monolge über die Paella gehalten habe, folgt nun mit Teil 3 der

Paella nach heimischer Art

eine weitere Variation des spanischen Reisgerichts. Einmal mehr kam mir die Idee zu der Reispfanne aufgrund der aktuell schweinebratenausschließenden Temperaturen über 40° C. Und einmal mehr zeigte sich: Die Spanier, die wissen, was bei heißer Hitze gut schmeckt und gut tut.

Wie für jede Paella typisch führte der erste Griff zu einer Pfanne mit hohem Rand und ohne Stiel. In dieser Pfanne erhitze ich erst einmal ausrechend Olivenöl, um darin 4 Hühnerkeulen rundum anzubraten. Die Keulen nahm ich aus der Pfanne, das Bratfett schüttete ich ab und in einem neuen Schwung Olivenöl schwitzte ich 1 Zwiebel, kleingewürfelt, an und gab nach kurzer Zeit 1 rote Paprika, in Rauten geschnitten, sowie 2 Salsiccia-Würste – Rest-Bestände vom dieswöchigen Grillen – in kleingeschnittenen Stücken mit dazu.

Dann dürfte sich 1 Tasse Rundkorn-Reis für einige Umdrehungen des Rührlöffels mit in die Pfanne eingewöhnen. Es folgen 300 g gemischte TK-Meeresfrüchte, 1 Dose Cocktailtomaten, 1/2 Liter heiße Hühnerbrühe, in die ich vorher 1 Döschen Safran gebröselt hatte, sowie 100 ml Weißwein. Bevor ich nochmals alles umrührte, gab ich 100 g grüne TK-Bohnen dazu und würzte mit ein paar Prisen Meersalz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer.
Während der Pfanneninhalt nun für die nächsten ca. 15-20 Minuten vor sich hinschmurgelte und der Reis sich der vorhandenen Flüssigkeit annahm, legte ich die vier Hühnerkeulen symmetrisch in die Pfanne und heizte – halb Spanien dreht sich auf der Sonnenliege rum – meinen Ofen auf 180° C Umluft vor.

Nachdem ich die Zwischenräume der Hühnerkeulen mit je 2 Prisen scharfer Paprika gewürzt hatte, legte ich in diese freien Flächen je 3 TK-Gambas und stellte die Pfanne hernach für 15 Minuten in den Ofen.



Das Endergebnis duftete mir so lecker entgegen, dass ich glatt die finale Garnitur aus klein geschnittener glatter Petersilie vergass Dafür hatte ich an den kühlen Rosé-Wein gedacht, der sich einmal mehr als perfekter Begleiter für dieses perfekte Sommergereicht er- und bewies.

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Italienische Brotzeit

Sonntag, 5. Juli 2015 10:00

Liebe Andrea,

in italienischen Eisdielen hierzulande – zumindest den gut sortierten – gibt es neben unzähligen Eissorten und diversen Varianten von Spaghetti-Eis eigentlich immer auch etwas für den Heißhunger zu essen. Diese Tramezzini mit Ursprung in Turin sind mittlerweile die weit verbreitete italienische Antwort auf letztlich lecker belegte Weißbrotscheiben. Für meine

Tramezzini

habe ich eine Variante in kalt und ungetoastet sowie eine Ofenvariante ausprobiert und mit beiden ein schnelles und hungervertreibendes Mahl bereitet.

Während die Grillschlange im Ofen ordentlich aufglühen und durchheizen durfte machte ich mich zuerst an die ungetoasteten Tramezzini. Und vergiss das Abschneiden der Rinde – wofür? Wenn Du nicht gerade einen Salat mit Croutons planst, kannst Du die Rinde durchaus am Brot dranlassen.
Pro Tramezzino bestrich ich also 1 Toastscheibe mit Ziegenfrischkäse und die andere mit einem Tomatenaufstrich, den ich irgendwo mal in der Bio-Ecke unseres Lebensmitteldealers erstanden hatte; Pesto – rot oder grün – hilft hier sicher auch ordentlich weiter. Die Frischkäse-Scheibe belegte ich mit frisch gezupften Basilikum-Blättern, auf die Tomatenaufstrich-Scheibe legte ich in Scheiben geschnittenen Mozzarella. Auf den Mozzarella folgte dann noch eine Schicht mit Tomatenscheiben, die ich mit Salz und Pfeffer würzte.



Dann klappte ich die Frischkäse-Basilikum-Scheibe auf die andere, drückte das ganze Konstrukt sanft zusammen und teilte das Brot quer mit einem scharfen Messer. So schnell und lecker war eine italienische Butterbemme gezaubert, die nebenbei so richtig lecker schmeckte.

Für das heiße Tramezzino toaste ich zuerst einmal 2 Scheiben Toast nicht zu dunkel im Toaster vor. Die leicht abgekühlten Scheiben bestrich ich generös mit Salzbutter. Auf der einen Scheibe verteilte ich Rucola-Blätter, die andere belegte ich mit Tomatenscheiben. Nicht im Bild zu sehen, aber sehr schmackhaft: Ein paar Ringe von 1 roten Zwiebel, die ich auf dem Rucola verteilte. Beide Brotscheiben belegte ich dann mit je 1 Scheibe Cheddar-Käse und schob die Brote für knapp 60 Sekunden unter die mittlerweile fast weissglühende Grillschlange des Ofens. Sobald der Käse seine Konsistenz gen eher flüssig veränderte, holte ich die belegten Toastscheiben aus dem Ofen und klappte diese zusammen.



Auch hier folgte ein sanfter Druck und das Quer-Zerteilen mit einem großen Messer. Und ebenso war hier ein wohliges Schmatzen und genussvolles Augenrollen bei allen Probanden festzustellen, die diese italienische Brotzeit genießen dürften.

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Ein Fake zum Frühstück

Sonntag, 24. Mai 2015 12:41

Liebe Andrea,

der Sonntag gehört in mehrfacher Hinsicht dem Töchterlein. Das gilt vor allem auch dahingehend, dass wir von der kleinen Nachwuchsköchin seit geraumer Zeit in einem immer höherem Perfektionierungsgrad ein Spiegelei zum Sonntag-Frühstück serviert bekommen.
Diesmal jedoch dürfte ich einmal eine neue Variante probieren und Servieren. Allerdings war das

Spiegelei mit Pommes

zum Frühstück nur eine optische Täuschung und in Wahrheit fürchterlich gesund. Die Zutaten pro Portion sind nicht nur gesund, sondern überschaubar: 2-3 EL Joghurt, 1/2 Dosenpfirsich und 1 Apfel, geschält und in Schnitze geschnitten.



Das Ergebnis ist – laut Expertenmeinung – viel zu wenig durchgegart, schmeckt aber trotzdem und hebt die Laune. Ein weiteres Beispiel dafür, dass man 1.) doch mit dem Essen spielen und 2.) Spaß beim Essen haben sollte. Und so ganz nebenbei lassen sich gesunde Vitamine naschen.

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