… braucht ein Bratwurstbratgerät

Freitag, 15. Juli 2011 15:52

Lieber Christoph,

heute habe ich also den Schweinedarm beim Metzger abgeholt. Die freundliche Verkäuferin hatte mir gestern davon abgeraten, Schafsdarm zu nehmen, weil dieser sehr dünn sei und leicht reiße. Nun gut, ich verlasse mich ja gerne auf die Profis.

Der Darm muss für mindestens 30 Minuten in lauwarmem Wasser eingeweicht werden, damit er schön verarbeitet werden kann. Zeit genug, um den Brät zu probieren. Das rohe Fleisch zu essen brachte ich nicht über mich, daher habe ich eine kleine Portion kurz in Butter gebraten. Sehr lecker! Vielleicht hätte noch ein Tick mehr Schärfe gepasst, aber so können auch die Kinder die Würste essen.

Und dann wurde es spannend. Die ganzen fünf Meter Darm mussten auf die Wurstfülltülle aufgezogen werden. Ein Job, den ich niemals nicht ohne Handschuhe machen würde, denn die Haptik ist doch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Und besser man stellt sämtliche aufkommenden Assoziationen währenddessen ab, denn sonst schmeckt die Wurst hinterher nicht.


Mit einer Hand die Tülle haltend und den Darm aufziehend, habe ich mit der anderen Hand nur geführt, das ging nach einiger Zeit ziemlich leicht von der Hand. Die Küchenmaschine zusammengebaut und den Brät in die Füllschale gegeben und dann ging’s los: Maschine auf minimale Kraft (diesen Job erledigte Assistent Nr. 1), den Stopfer in die rechte Hand und leicht drücken und schon wurde zur Linken die Masse in den Darm gefüllt (hierbei unterstützte mich Assistent Nr. 2, fürs erste Mal alleine Wursten hatte ich selber einfach nicht genug Hände).

Es kamen ca. 2,5 Meter Merguez dabei heraus, ein sehr witziger Anblick. Die Wurst habe ich dann durch Drehen und Abschneiden geteilt, das ist gar nicht so einfach. Am Ende hatte ich 19 Würste auf dem Brett. Die Füllung für eine zwanzigste blieb leider in der Schnecke des Fleischwolfs hängen, darüber haben sich dann hinterher die Katzen gefreut.

Mit Materialkosten von ca. 1,75 Euro pro Wurst ist man preislich recht gut dabei, wie ich finde. Geschmacklich ist selbst gemachte Wurst jedenfalls ungeschlagen und ich freue mich schon sehr auf unser geplantes Grillfest morgen. Beim nächsten Mal werde ich allerdings doch Schafsdarm versuchen, damit die Würste nicht so dick werden.

Give it a go! Es macht so viel Spaß!

Artikel drucken Artikel drucken
Tags » , , «

Autor:
Datum: Freitag, 15. Juli 2011 15:52
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Monologe Küche

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

9 Kommentare

  1. 1

    Frau Präsident: Die Wooooscht!
    Coole Aktion, lasst es Euch schmecken.

  2. 2

    Wenn’s schee moacht … 😉
    Warum so fleischlastig?
    Grüße von der Veggie-tante 😉

  3. 3

    Weil Bratwurst ohne Fleisch irgendwie doof ist? 😉

    Schau mal hier, wir haben viele vegetarische Rezepte: http://analogekueche.de/tag/vegetarisch/

    Viele Gruesse
    Andrea

  4. 4

    uii Andrea,
    die sehen ja schöner aus als welche vom Metzger. Alle Achtung!

    LG
    Steffi

  5. 5

    Ich werd verrückt…jetzt mach sie auch noch Würste!!! Mädel, du schreckst aber auch vor nix zurück 😉

    Guten Hunger 😉

    Anne

  6. 6

    Wow – darf ich heute auch zum Grillfest kommen ?
    Viel Spaß und que aproveche……..

  7. 7

    ich bin schwer beeindruckt! Sieht voll Profi aus!

    LG Anaj

  8. 8

    achso und guten Hunger!

    LG Anja

  9. 9

    die bratwürstchen sehen besser aus als beim Metzger!

Kommentar abgeben

This blog is kept spam free by WP-SpamFree.